Alexander Van der Bellen ist Bundespräsident

Die VLI gratuliert

Alexander Van der Bellen liegt bei der Wahl zum Bundespräsidenten uneinholbar vor seinem FPÖ-Konkurrenten Norbert Hofer. Das besagt die ORF-Hochrechnung des Instituts SORA. Demnach kommt Van der Bellen auf 53,3 Prozent, Hofer auf 46,7 Prozent. Auch erste Detailergebnisse zeigen, dass Van der Bellen in vielen Gemeinden gegenüber der ersten Wahl leicht zulegen konnte. (orf.at)



Grafik: Gerhard Pušnik
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Unentgeltliche Einschaltung für VdB

Ab Jänner 2017 plus 1,3% - erweiterte und aktualisierte Gehaltstabelle

Wie gestern berichtet, hat sich überraschend schnell - gestern in der dritten Verhandlungsrunde - die Regierung und die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) auf eine Gehaltserhöhung von 1,3% geeinigt.
Die Metaller schlossen im Vergleich mit 1,68% und der Handel mit 1,33% ab.


>>> Die Gehalts- und Zulagentabelle ab 1. Jänner 2017 als Download

1,3% mehr für die Bundesbediensteten

Grafik: Gerhard Pušnik
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Bildungsreform und ÖVP: Es ist zum Haare raufen!

Die Regierung investiert in den nächsten Jahren € 750 Mio. in die Förderung der Ganztagesschulen. Wir berichteten des Öfteren darüber. Endlich konnte mit der ÖVP, wie immer bei Bildungsthemen, mühsamer Kompromiss gefunden werden. Die Experten wären zwar in der Frage der verschränkten Form der Gesamtschule viel weitergegangen, aber das war mit der ÖVP nicht zu machen – wie immer.
Der schwarzen Bildungslandesrätin in Niederösterreich, Barbara Schwarz, geht aber auch dieser Kompromiss zu weit. Sie sieht die Freiheit der Eltern bei der Wahl des Gesamtschultyps für ihre Kinder gefährdet. Ein an den Haaren herbeigezogenes Argument, das auch nicht besser wird, nur weil der Obmann des Bundeselternverbandes es nachredet. Außerdem sei das Ganze ein ideologisches Manöver der SPÖ. Und jetzt sind wir am Punkt. Um das geht es der ÖVP. Aber bitte, Frau Schwarz! JEDER Schritt der das Österreichischen Bildungssystems nach vorne macht, auch wenn er noch so klein ist, ist in Relation zur erzreaktionären Gesinnung der ÖVP im Bildungsbereich ein ideologisches Manöver. Es zeigt sich wieder einmal eindringlich: Zukunftsorientierte Bildungspolitik ist in Österreich mit dieser ÖVP einfach nicht möglich! Es ist zum Haare raufen.

Schwarz Foto: vpnö - offizielles Pressefoto
Schwarz Foto: vpnö - offizielles Pressefoto

Grafik: Gerhard Pušnik
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Ab Jänner 2017 plus 1,3% für Bezüge der Bundesbediensteten

Wie gestern berichtet, hat sich überraschend schnell - gestern in der dritten Verhandlungsrunde - die Regierung und die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) auf eine Gehaltserhöhung von 1,3% geeinigt.
Die Metaller schlossen im Vergleich mit 1,68% und der Handel mit 1,33% ab.


>>> Die Gehalts- und Zulagentabelle ab 1. Jänner 2017 als Download

1,3% mehr für die Bundesbediensteten

Grafik: Gerhard Pušnik
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Gehälter der Bundesbediensteten steigen 2017 um 1,3 %

Bereits in der dritten Verhandlungsrunde haben sich heute die Regierung und die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) auf eine Gehaltserhöhung 1,3% für die Bundesbediensteten geeinigt. Die Gehaltserhöhung beginnt am 1. Jänner 2017. Wurde die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis abgebrochen, weil statt einem ernstzunehmenden Angebot der Regierung nur eine vage Ansage in Richtung „Zeit statt Geld“ vorlag, haben sich heute die Verhandlungspartner bereits nach zwei Stunden geeinigt.
Die Metaller schlossen im Vergleich mit 1,68% und der Handel mit 1,33% ab.
Zufrieden zeigten sich nach den Verhandlungen Staatssekretärin Duzdar und GÖD-Vorsitzender Norbert Schnedl. Es ist für Duzdar ein „sehr positiven Ergebnis“ und Schnedl ist der Abschluss ebenfalls „sehr gute“. (orf.at)
Für die UGÖD und ÖLI-UG ist der Abschluss mit 1,3% kein Grund „zur Freude“, wurde mit diesem Ergebnis weder ein gerechter Anteil am Wirtschaftswachstum angerechnet noch die Mehrarbeit abgegolten, die sich durch den Einstellungsstopp in den letzten Jahren ergeben hat.

1,3% mehr für die Bundesbediensteten
1,3% mehr für die Bundesbediensteten

Grafik: Gerhard Pušnik
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Grafik: Gerhard Pušnik
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FPÖ-Steiermark will Schuluniformen

Der Ruf nach Schuluniform ist ein Klassiker im Bildungsthemasortiment fürs mediale Sommerloch. Diesmal, ein paar Wochen verspätet, kommt er von der FPÖ Steiermark.  Laut steiermark.orf.at wünscht sich die FPÖ Steiermark einheitliche Schulkleidung an allen steirischen Schulen. Der Antrag der steirischen Freiheitlichen, eine diesbezügliche landesweite Befragung an Volks- und Neuen Mittelschulen durchzuführen, wurde vom Landtagsausschuss abgelehnt.
Eigentlich wollen sie, die Steirer-FPÖ, nicht von Schuluniformen sprechen. Sie wollen „einheitliche Schulbekleidung“, stellt FPÖ-Landtagsabgeordneter Marco Triller dem ORF gegenüber klar. Für Burschen soll es eine Hose und ein T-Shirt, für die Mädchen ein Kleid sein. Und, weil Schulautonomie aktuell eben schick ist, soll jede Schule sich in Absprache mit den Schülern und Eltern ihre einheitliche Garderobe auswählen dürfen. 
Denn eine einheitliche Schulbekleidung soll laut Triller das „Zusammengehörigkeitsgefühl stärken“, „das Lernverhalten der Schüler mit Sicherheit steigen“ und für die Lehrer/innen in den Volksschulen einfacher sein, „die eigenen Schüler zu erkennen“.
Aber weshalb dann nicht gleich Schuluniformen einführen? Die FPÖ könnte doch aufgrund ihrer diesbezüglichen großen und immer noch aktuellen Erfahrungen die Schulen kompetent beraten - zumindest was die Uniformen für Burschen…. betrifft.

FPÖ-Steiermark will Schuluniformen
So nicht mehr! Wünscht sich die FP-Steiermark. Foto: Joachim Wiesner

Grafik: Gerhard Pušnik
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Die aktuelle „Schulnotizen“ 4/2016

Die aktuelle „Schulnotizen“ 4/2016 als Download

  • Schwieriger Spracherwerb
  • Wenn LehrerInnen reisen
  • Führungswechsel im Zentralausschuss
  • Eine „fast geile“ Bildungsreform

Inhalt:

Garys Nadelstiche / Zwischen Türkisch und Deutsch / Kritische Sichtweise zu Religionen / Helsinki und Tallinn / Infos für den Schulalltag - / Infos für den Schulalltag - / Infos für den Schulalltag - / Sie fragen, wir antworten / Personalia I / Armin Roßbacher verabschiedet sich / Personalia II / Gastkommentar von NAbg. Harald Walser / SLV-Linien /


Doch Einigung auf Ganztagsschule, BK Kerns „Herzensprojekt“.

Obwohl sich die ÖVP auf Druck der schwarzen Länderchefs noch am Montag kritisch über die Ganztagsschulpläne des Bildungsministeriums geäußert hat, konnte sich BM Hammerschmid im Ministerrat weitgehend durchsetzen. Die Bundesregierung hat sich am Dienstag doch darauf geeinigt, die € 750 Mio. aus der Bankenabgabe für den Ausbau der Ganztagsschule einzusetzen.
Wobei die Mittel in den ersten beiden Jahren primär für Ganztagsschulen mit verschränktem Unterricht eingesetzt werden sollen. Vor allem gegen die verschränkte und damit verpflichtende Ganztagsschule wehrten sich die ÖVP Länderchefs bis zuletzt.

Über die Vergabe von € 500 Mio. entscheidet das Ministerium und die Länder können € 250 Mio. vergeben. Wobei die Investitionsprojekte der Länder den vorgegebenen Kriterien entsprechen und dem Ministerium zur Prüfung vorgelegt werden müssen.
Für Bundeskanzler Christian Kern sei der Ausbau der Ganztagsschulen ein „Herzensprojekt“, denn sei damit eine "deutliche Verbesserung der Bildungsqualität" zu erwarten. Auch aus sozialpolitischer, integrationspolitischer und frauenpolitischer Sicht sei der Ausbau des Ganztagsschulangebotes wichtig, weil dadurch Frauen in Teilzeitarbeit eine verstärkte Beteiligung am Arbeitsmarkt ermöglicht werde (diepresse.com)

Regierung einigt sich auf Ausbau der verschränkte Ganztagesschule
Regierung einigt sich auf Ausbau der verschränkte Ganztagesschule

Beamtengehaltsverhandlungen 2017 – keine Einigung in Sicht

Auch beim zweiten Termin der Gehaltsverhandlungen der Bundesbediensteten am 22. November 2016 wurde keine Einigung erzielt.
Seitens des Dienstgebers, vertreten durch Staatssekretärin Muna Duzdar und Finanzminister Hans Jörg Schelling wurde erneut kein ernstzunehmendes Angebot vorgelegt. Sie haben Anstelle einer Gehaltserhöhung eine Freizeitoption (Zeit statt Geld) thematisiert, berichtet Norbert Schnedl (GÖD) Christian Meidlinger (younion) von den gestrigen Gehaltsverhandlungen.

Das ist absolut unakzeptabel, stellt die ÖLI-UG klar. Das würde bestenfalls auf eine Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich hinauslaufen. Wie gesagt: bestenfalls, wenn die Rahmenbedingungen für eine tatsächliche Arbeitsentlastung geschaffen werden. Zum Beispiel durch zusätzliches Personal.
Die ÖLI-UG fordert zuerst ernsthafte Gehaltsverhandlungen mit dem Ergebnis einer Gehaltserhöhung deutlich über der Inflationsrate. Danach soll über eine Arbeitszeitverkürzung im öffentlichen Dienst seriös verhandelt werden. Ein Angebot über Arbeitszeitverkürzung ohne vollen Lohnausgleich kann wohl nicht als ernsthaft bezeichnet werden.
Das Verhandlungsteam der Arbeitnehmerseite forderten „ein wertschätzendes Angebot“ von der Arbeitgeberseite, das die Abgeltung der Inflation und die Stärkung der Kaufkraft zum Ziel haben“ müsse.
Die Verhandlungen nächsten Mittwoch fortgesetzt.

ÖLI-UG: Angebot über Arbeitszeitverkürzung ohne vollen Lohnausgleich ist unseriös
ÖLI-UG: Angebot über Arbeitszeitverkürzung ohne vollen Lohnausgleich ist unseriösn Lohnausgleich ist unseriös

Ganztagsschule: Mehr Einfluss für die Länder?

 Nach dem heutigen Ministerrat werden wir es wissen. Musste BM Sonja Hammerschmid in er Sache Ganztagesschule dem Druck der Länder nachgeben?
Seit der Einigung der Regierungsparteien im Juli, dass von 2017 bis 2025 insgesamt 750 Millionen Euro aus der Bankenabgabe für die Ganztagsbetreuung an die Schulen fließen sollen, üben die schwarzen Länder Kritik an den Vergabemodalitäten dieser Mittel. Primär wollen die Länder mehr Einfluss bei der Verwendung und Zuteilung der Geldmittel. Wie (fast) immer wenn es den schwarzen Länderchefs um Bildung geht.
Der Entwurf der Bildungsministerin Sonja Hammerschmid sieht zwar vor, dass die Länder und Gemeinden entscheiden können, für welche Schulen Förderungen beantragt werden, aber die letztendliche Entscheidung liegt beim Bildungsministerium. Auf Druck der Länder will die ÖVP bei diesem Punkt noch Änderungen durchsetzen. Die Länder verlangen auch die Ent- scheidungsmacht bei der Mittelvergabe. Damit wollen sie die Vorgabe des Bildungsministeriums unterwandern, primär Ganztagsschulen mit verschränktem Unterricht zu finanzieren.

Ganztagesschule: Nachmittagsbetreuung oder verschränkter Unterricht
Ganztagesschule: Nachmittagsbetreuung oder verschränkter Unterricht

Hans-Henning Scharsach: Burschenschafter Norbert Hofer

Wir wollen nicht danebenstehen und tatenlos zusehen und zuhören.
Deshalb weisen wir auf die Recherche des bekannten Journalisten Hans-Henning Scharsach zu Norbert Hofer und seiner politischen Heimat hin.

 

Faktensammlung zum Präsidentschaftskandidaten und Burschenschafter Norbert Hofer
Ein rechtsextremer, partiell neonazistisch, demokratie- und verfassungsfeindlich agierender Akademikerklüngel, aus dem die schlimmsten Nazi-Verbrecher und die brutalsten politischen Gewaltverbrecher der Nachkriegszeit hervorgegangen sind, hat Österreichs nach allen Umfragen stimmenstärkste Partei zuerst unterwandert, dann dominiert und zuletzt in Besitz genommen. Parteiführung, Parlament und sieben von neun Landesverbänden werden von Burschenschaftern dominiert. In den beiden verbliebenen Landesverbänden stehen Burschenschafter auf dem Sprung an die Spitze.
Die unter dem Dachverbänden „Deutsche Burschenschaft“ und „Burschenschaftliche Gemeinschaft“ agierenden deutschnationalen, schlagenden Verbindungen werden in großen Teilen der Medien und Öffentlichkeit falsch (oder gar nicht) wahrgenommen: als locker miteinander verbundene Gemeinschaft autonomer kleiner Vereine mit beschränktem politischen Einfluss. In Wirklichkeit sind sie auf dem Sprung, mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 0,04 Prozent die ganze Macht in Österreich zu übernehmen. >>> weiter lesen

Unentgeltliche Einschaltung für VdB
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Finnland: Phenomen-Based Learning

Phenomen-Based Learning – Finnland verstärkt den projektorientierten Unterricht
Erweiterung des fächerübergreifenden Unterrichts, keine Abschaffung der Unterrichtsfächer.

 

Aus: Carsten Schmiester: Schulreform in Finnland: Wenn Lernen zum Phänomen wird

Zusammengefasst von Peter Steiner.

PBL – Phenomen-Based Learning oder einfach „Phänomen-Unterricht“ ist seit dem heurigen Schuljahr Pflichtprogramm in der finnischen Schule, berichtet der ARD-Reporter Carsten Schmiester. Das bedeute aber nicht die Abschaffung der Unterrichtsfächer, wie das in der Öffentlichkeit in Schlagzeilen behauptet werde, heißt es in einer Presseaussendung des Bil-dungsministeriums  Finnlands. PBL sei eine Ergänzung des bisherigen Unterrichts, Grundla-genwissen bleibe wichtig.
Komplexe Phänomene fordern verstärkte interdisziplinäre Behandlung
Themen wie Flüchtlingsproblematik, Europäische Union, Klimawandel werden interdisziplinär erarbeitet und unterrichtet. Ihre Komplexität könne nicht mehr durch getrennten Unterricht in z.B. Mathematik, Geschichte, Physik, Wirtschaft und Kunst erfasst und verstanden werden, daher sei es wichtig, das Grundlagenwissen der einzelnen Gegenstände zusammenzuführen, berichtet Schmiester im ARD-Radio am 20. 11. 2016.
Nicht durch faktenorientierte Standardtests bewertbar
In Finnland gebe es einen Grundkonsens, dass eine zunehmend komplexe Welt das Verstehen von Zusammenhängen und nicht getrennter Einzelaspekte fordere, so Lena Krokfors, Profes-sorin für LehrerInnen-Ausbildung über das Konzept. Wie die einzelnen Schulen PBL einset-zen, bleibe ihnen überlassen. Sie haben aber große Freiheit in der Gestaltung ihrer Lehrpläne.
Einfach umlegbar sei das Konzept auf andere Schulsysteme nicht, wird von finnischen Bil-dungsforschern erläutert. Als Kernfrage stellt sich auch in Finnland, wie dieses „weichere“, komplexere Wissen abgefragt und benotet werden soll. In Ländern, die sehr auf „faktenorien-tierte Standardtests“ setzen, werde der Phänomen-Unterricht eher nicht funktionieren.

PBL – Phenomen-Based Learning oder einfach „Phänomen-Unterricht“
PBL – Phenomen-Based Learning oder einfach „Phänomen-Unterricht“

Ganz recht, hier fehlt ein Stück!

Aktion gegen weitere Reduktion der Kreativfächer

Durch die neuen Lehrpläne in der BAfEP, vormals BAKIP, wird die Früherziehung stärker in den spezifischen Fächern eingebunden. Das Problem dabei, dass den wenig kreativen Lehrplanmacher/innen nichts Besseres eingefallen ist, als die sicher sinnvolle verstärkte Konzentration auf die Früherziehung auf Kosten der anderen Fächer erfolgt. Vor allem die Kreativfächer sind am meisten davon betroffen. Wir haben des Öfteren und ausführlich darüber berichtet. „Die Anzahl der Schulstunden mit musischen Inhalten geht seit Jahren zurück, obwohl es schon die Spatzen von den Dächern zwitschern, wie wichtig diese Fächer für die neurologische Entfaltung sind“, bringt Gaby Atteneder (ÖLI-UG) das Problem auf den Punkt.

Jetzt droht mit dem neuen Lehrplan für das Kolleg der BAfEPs dem kreativen Fächerkanon eine weitere Reduzierung. Dass gerade diesmal die Lehrplanverantwortlichen mehr Einfallreichtum an den Tag legen und das Spardiktat nicht als Priorität betrachten, ist wohl nicht zu erwarten. „Wir werden wir wohl wieder „Federn lassen“ müssen“, ärgert sich Gabi Müller, Kunstpädagogin an der BAfEP Linz. Die Kunstpädagogen an den BAfEPs wollen aber die Entwicklung nicht einfach hinnehmen: „Es gilt also, wieder gute Argumente zu sammeln und eine Lobby zu finden. Nicht nur für die aktuelle Situation, sondern auch für die drohende künftige Zusammenlegung von technischem und textilem Werken!“ Die streitbare Kunsterzieherin weiß auch schon, wie man die Schüler/innen, Eltern, Kolleg/innen und andere Personen für ihre Situation sensibilisieren kann.

„An meiner Schule (BAfEP Linz, Lederergasse) haben wir Kunsterzieher/innen deshalb beschlossen, künftig bei Präsentation im öffentlichen Raum ein Zeichen zu setzen. Im konkreten Fall wird er ein Lichtobjekt aus 19 Einzelteilen im Advent in der Aula aufgestellt und bei der Weihnachtsbesinnung im Neuen Dom gezeigt.“ Eine Anregung, nicht nur im Kreativbereich positiv und mit mehr Kreativität auf seine Anliegen aufmerksam zu machen.

Es fehlt ein Stück ..
Es fehlt ein Stück ..

Hofers Spiel: Eine Videoserie über rhetorische Tricks

Untergriffe, Ablenkungsmanöver, Eigenlob und das Spiel mit Gefühlen – der FALTER zeigt in fünf Videos, wie Norbert Hofer die TV-Duelle beherrscht

Der FALTER entschlüsselt anhand des TV-Duells vom 19.05.2016 in seiner aktuellen Ausgabe die rhetorischen Tricks von Norbert Hofer. Ergänzend zur Covergeschichte wurde eine Serie aus fünf Videos erstellt. Sie zeigen exemplarisch, wie der ehemalige Kommunikationstrainer und heutige FPÖ-Präsidentschaftskandidat mit Unterstellungen arbeitet, den Gegner verwirrt und die Gefühle des Publikums steuert.

In seinem Lebenslauf verschweigt Hofer, dass er sechs Jahre als Kommunikations- und Verhaltenstrainer arbeitete. Im Wahlkampf führt er lehrbuchmäßig vor, was die FPÖ-Parteiakademie in Rhetorikkursen unterrichtet: Provokation, Polemik, Killerphrasen und Eristik – die Kunst des Zwietrachtsäens

Unentgeltliche Einschaltung für VdB
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Ideenpreis „Junge Ideen fürs Land“

Seit Anfang November läuft der Ideenpreis „Junge Ideen fürs Land“. Bis Ende Jänner 2017 können innovative Ideen, wie das Leben und Arbeiten auf dem Land entscheidend verbessert werden kann, auf der Plattform www.ideenfuersland.at eingereicht werden.
Mit diesem zentralen Thema wendet sich das Netzwerk Zukunftsraum Land mit dem Ideenpreis „Junge Ideen fürs Land“ an die gesamte ländliche Jugend. Gesucht werden innovative Ideen, keine fertigen oder umgesetzten Projekte.
Die besten Ideen werden von einer Fachjury ausgezeichnet und bekommen attraktive Preise. Insgesamt werden sechs Preise für die besten Ideen verliehen. Jede Altersgruppe (unter 20 bzw. 20 bis 30 Jahre) erhält drei Preise, jeweils einen pro Fragekategorie. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten jeweils 1.000 Euro.
Zusätzlich gibt es einen Sonderpreis für die Schule mit den meisten Einreichungen und einen Community-Preis für die Idee, die im Voting auf der Plattform, die meisten Likes bekommen hat.

Junge Ideen fürs Land
Junge Ideen fürs Land

Herbstferien 2017

Herbstferien im Schuljahr 2017/18: Donnerstag, 26. Oktober bis Donnerstag, 2. November 2017.

 

Laut Verordnung des Landesschulrates für Vorarlberg werden der 27., 30. und 31. Oktober 2017 für die Landesschulen schulfrei erklärt. Davon werden zwei als schulfrei erklärte Tage durch Unterricht an den Dienstagen nach Ostern und Pfingsten eingeholt. Zusätzlich muss ein schulautonomer Tag eingesetzt werden.
In den AHS und BMHS findet die Verordnung keine Anwendung, wenn der Schulgemeinschaftsausschuss diesbezüglich einen, von der Verordnung abweichenden Beschluss fasst.

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822 Verordnung Herbstferien 2017.pdf
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Lehrbeauftrage in der BMHS

Durch das Schulrechtsänderungsgesetz 2016 wurde die Möglichkeit zur Bestellung von Lehrbeauftragten auf den gesamten Bereich der BMHS ausgeweitet. Lehrbeauftragte können speziell im Bereich der Fachtheorie und der Fachpraxis eingesetzt werden. Dabei sind vor allem Spezialist/innen gefragt die kurzfristig und auch unterjährig für einen aktuellen Unterrichtsbetrieb eingesetzt werden können. Im entsprechenden Erlassentwurf wird auch festgestellt, dass als Lehrbeauftragte Lehrpersonen der betreffenden oder anderen Schulen nicht in Betracht kommen. Um das unterlaufen des Dienstrechtes zu verhindern, dürfen Lehrbeauftragte nicht für auf Dauer zu unterrichtende Stunden eingesetzt werden. Lehrbeauftragte sollen nur zur Abdeckung von sich kurzfristig ergebenden unterrichtlichen Erfordernissen oder nur für einen Teil des Unterrichtsjahres anfallende Aufgaben eingesetzt werden.
Kein Dienstverhältnis, kein Dienstvertrag …
Einem Lehrauftragsverhältnis liegt kein Dienstverhältnis bzw. kein Dienstvertrag zugrunde. Die Abgeltung der Lehrveranstaltungsstunden betrifft nur die tatsächlich vorgesehenen und gehaltenen Stunden. Für Lehrbeauftragte gibt es weder eine Entgeltfortzahlung während der Weihnachts-, Semester- und Osterferien noch im Krankheitsfall und kein anteiliges einteiliges 13. oder 14. Monatsentgelt noch die Verpflichtung zur Leistung von Beiträgen zur Mitarbeitervorsorge. Mangels des Bestehens eines Dienstverhältnisses haben Lehrbeauftragte auch keinen Anspruch auf Reisegebühren. Das Lehrbeauftragtenverhältnis endet mit der Erbringung der übertragenen Stunden, eine Kündigung des Lehrbeauftragtenverhältnisses ist nicht vorgesehen. Ebenso wenig gelten für Lehrbeauftragte Anstellungserfordernisse.

Fixer Stundensatz ...

Die Abgeltung richtet sich nach der Art der unterrichteten Stunden. So „verdienen“ laut Lehrbeauftragtengesetz im Schuljahr 2016/17 Lehrbeauftragte für den fachpraktischen Bereich € 39,10 und für den fachtheoretischen Bereich € 56,90 je Stunde. Die Lehrverpflichtungsgruppe des unterrichteten Gegenstandes spielt dabei keine Rolle.
Pflichten laut § 2b Abs. 2 Schulunterrichtsgesetz ...
Für die Lehrbeauftragte gelten dieselben im SchUG beschriebenen schulrechtlichen Pflichten wie für Lehrer/inenn. Zum Beispiel eigenständige und verantwortliche Unterrichts- und Erziehungsarbeit, sorgfältig Unterrichtsvorbereitung, Beaufsichtigung der Schüler/innen, Prüfen und Leistungsbeurteilung.

Keine zusätzlichen dienstrechtlichen Verpflichtungen ...

Lehrbeauftragte haben keine zusätzlichen dienstrechtlichen Verpflichtungen entsprechend dem Beamtendienstrechtsgesetz und Vertragsbedienstetengesetz. Deshalb müssen Lehrbeauftragte zum Beispiel nicht Supplieren und keine Spezialfunktionen übernehmen. Auch zur Teilnahme an Schulveranstaltungen oder zum Besuch von Fortbildungsveranstaltungen sind sie nicht verpflichtet.

Kein Schutz durch die Personalvertretung?
Lehrbeauftragte fallen nicht in den Anwendungsbereich des Bundes-Personal-vertretungsgesetzes. Weil kein Dienstverhältnis begründet wird, bestehe auch keine Mitteilungspflicht gegenüber dem Dienststellenausschuss bei einer Bestellung von Lehrbeauftragten, meint der Gesetzgeber., weil kein Dienstverhältnis begründet wird, gilt auch die ansonsten gegenüber dem Dienststellenausschuss bestehende
Aber durch die beabsichtigte Vergabe der Lehrbeauftragtenstunden in der Lehrfächerverteilung muss mit dem Dienststellenausschuss das Einvernehmen hergestellt werden.

Erlass (Entwurf) zur Umsetzung der Bestimmungen über Lehrbeauftragte an BMHS (§ 56 Abs. 3 und § 70 Abs. 3 Schulorganisationsgesetz - SchOG)
Erlass (Entwurf) zur Umsetzung der Bestimmungen über Lehrbeauftragte an BMHS (§ 56 Abs. 3 und § 70 Abs. 3 Schulorganisationsgesetz - SchOG)

Rechtspopulistische Partei ruft zur Denunzierung von Lehrer/innen auf

Ein Fall, wie aus dem Lehrbuch des Rechtspopulismus

 

Laut M HEUTE.AT soll eine Lehrerin in einer Handelsakademie in Niederösterreich von der Wahl Norbert Hofers zum Bundespräsidenten abgeraten haben. Eine Schülerin erzählt es ihren Eltern, die sich an einen FP-Nationalrat wenden. Wie aus dem Lehrbuch des Rechtspopulismus, Kapitel „Opferrolle“, wird der „Vorfall“ von der FP für ihre „Zwecke“ ausgeschlachtet: Wir sind das Opfer des Systems. Was folgt sind immer Angriffe auf eine Person, eine Personengruppe, ein System oder die Menschen, die dieses System verkörpern.

 

Praxisbeispiel Rechtspopulismus:

1: Opferrolle – Wir, das Opfer des Systems: Die bösen, meist linken Pädagog/innen, die ihre Schüler/innen einer politischen „Gehirnwäsche“ (M HEUTE.AT) unterziehen, „Selbstgeisselungen vermitteln“ (FB HC Strache – Faksimile/Bild) und alle niedermachen, „die selbstbewusste, aber nicht überhebliche Heimatliebe haben …. wie unartige Schüler in die Ecke“ (FB Faksimile/Bild) stellen. Nicht wir sind die Hetzer, sondern wir sind die Opfer der linken Hetze.

2: Angriff – Drohen – Angst erzeugen: „Leider verwechseln manche Lehrer politische Bildung mit Indoktrinationsgelegenheit. So etwas ist nicht zu akzeptieren, so etwas schreit nach Konsequenzen!“ (FB Faksimile/Bild) Der FP Nationalrat, „der prompt Aufklärung fordert“ und "die zuständige Landesschulinspektorin fährt am Freitag nach Hollabrunn und wird den Fall genau untersuchen. Stimmt die Äußerung, gibt es Konsequenzen." (M HEUTE.AT)

3. Hetze: Aufruf an Schüler/innen und Eltern: „Bitte meldet euch bei mir, wenn ihr auch etwas vorzubringen habt!“ (FB Faksimile/Bild).

 

Die Demagogie der FPÖ ist eine Sache. Das gehört zum Standardrepertoir ihrer politischen Agitation. Ein unerträglicher Rechtspopulismus eben.

 

Reaktion des Landesschulrates ist besorgniserregend

Aber die Reaktion der Dienstbehörde, bei Angriffen der FP sofort servil und unbedacht zu handeln, muss uns Sorgen machen. Den Lehrer/innen über die Medien mitzuteilen, wenn die „Äußerung stimmt, gibt es Konsequenzen", ist entweder die Folge eines Angstreflexes oder eine bewusst gesetzte Einschüchterungsmaßnahme. Beides ist absolut unakzeptabel, stellt die ÖLI-UG klar.

Eine Mandatarin der ÖLI fordert deshalb: „Die freie Meinungsäußerung muss auch für LehrerInnen gelten. Falls es gegen diese Lehrerin "Konsequenzen" gibt, hoffe ich auf Solidarität. Das ist wirklich der Anfang vom Ende der Demokratie. Ein wirklich demokratischer Staat muss auch politische LehrerInnen aushalten, das Spektrum ist breit genug. Ich glaub nicht, dass sich die politisch anders Denkenden so zurückhalten und deshalb fordern wir auch nicht gleich Konsequenzen."

 

Sie wollen, dass wir uns fürchten

Gerade die Reaktion des Landesschulrates zeigt, wie wichtig es ist, sich gegen die Einschüchterungen und Drohungen der Rechtspopulisten zu wehren, meint Gerhard Pušnik (ÖLI-UG) in einer Aussendung: „Sie wollen, dass wir uns vor ihnen fürchten.

Angst haben soll:

Jeder, der eine Kippa trägt und sich auf der Straße sehen lässt.

Jeder, der eine andere als weiße Hautfarbe hat.

Jeder, der keinen deutschen oder österreichischen Pass hat.

Jeder, der sich kritisch über FPÖ, Strache, Hofer, Pegida, AfD äußert.

Jeder, der im Unterricht zu seiner persönlichen und politischen Überzeugung offen steht.

Jeder, der behauptet, „völkisch“ sei ein Nazi-Wort.

Jeder, der sich weigert, im Bierzelt mit zu grölen.

 

Deshalb weisen wir den Aufruf zur Denunziation mit aller Entschiedenheit zurück!“

FB HC Strache ruft zur Denunzierung von Lehrer/innen auf
FB HC Strache ruft zur Denunzierung von Lehrer/innen auf

Alexander Van der Bellen: „Worum es in diesen Zeiten geht sind wohlüberlegte Entscheidungen und keine schnellen, populistischen Schlagzeilen. Wir brauchen Lösungen, die uns gemeinsam weiterbringen und nicht den Spalt tiefer in die Gesellschaft treiben.

Noch nie wurde ein Kandidat gewählt, der nicht aus den großen Parteiapparaten kam, der von einer überparteilichen, breiten Bewegung getragen wurde. Ich möchte ein Bundespräsident sein, der sein Amt überparteilich ausübt und ein Präsident für alle Österreicherinnen und Österreicher ist. Das Amt des Bundespräsidenten ist ein Dienst an Österreich und kein Dienst an einer Partei. Dieses Amtsverständnis ist für mich zentral. Ich möchte Österreich dienen und werde alle Entscheidungen ausschließlich nach bestem Wissen und Gewissen im Sinne unserer Heimat treffen. Parteiinteressen und tagespolitische, parteitaktische Machtüberlegungen dürfen keine Rolle spielen, wenn es um die Zukunft Österreichs geht.“



PV Akademie startet in Vorarlberg mit zwei Workshops für Lehrer/innen

 VLI veranstaltet im Rahmen der PV Akademie zwei Workshops zu relevanten und interessanten Themenbereichen für Lehrer/innen

Dazu möchten wir euch herzlich einladen:

 

Workshop I
Donnerstag, 10. Nov. 2016 | 17.00- 21.00 | HTL Dornbirn
Thema: Dienstrechte und Dienstpflichten
Zielgruppe: Jung - und NeulehrerInnen ( AHS, BHS, BS )

Workshop II
Freitag, 11. Nov. 2016 | 17.00- 21.00 | HTL Dornbirn
Thema: Pensionsrecht, Sabbatical, Zeitkonto, Altersteilzeit
Zielgruppe: Alle KollegInnen ( AHS, BHS, BS )
Referenten: Gary Fuchsbauer und Manfred Sparr

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos.

Anmeldung über die PV Akademie

PV Akademie startet in Vorarlberg mit zwei Workshops
PV Akademie startet in Vorarlberg mit zwei Workshops
PV Akademie startet in Vorarlberg mit zwei Workshops

Informationsveranstaltung 'Schule im Aufbruch'

Dr. Martin Ruckensteiner berichtet über Projekte in den verschiedenen Bundesländern und gibt einen Ausblick auf 2017.
Wann:   Montag 21. November 2016 um 19.00
Wo:       VS Dornbirn-Edlach, Edlach 6, 6850 Dornbirn
Gegründet wurde „Schule im Aufbruch“ in Deutschland von Prof. Dr. Gerald Hüther, Margret Rasfeld und Prof. Dr. Stephan Breidenbach.„Schule im Aufbruch“ entwickelt sich in Österreich seit dem Start im Februar 2014 Schritt für Schritt weiter. In der Zwischenzeit arbeiten hunderte Schulen in verschiedenen Bundesländern an Ideen hin zu einer neuen Lern- und Schulkultur. Lehrerinnen, Lehrer und Eltern vernetzen sich und tauschen monatlich ihre Schulentwicklungserfahrungen aus. InspektorInnen starten mit Schulen in ihren Bildungsregionen den Aufbruch, BürgermeisterInnen laden zu Symposien ein und Gemeinden entwickeln ihre Bildungsvision. Unternehmen unterstützen die Transformation von Schulen mit der Finanzierung von Inspirationsreisen zu Schulen im Ausland, ganze Täler befinden sich im gemeinsamen Schulentwicklungsprozess. Im März 2016 haben Direktorin Karin Dorner und Direktor Christian Grabher den ersten „Schule im Aufbruch-Tag“ in Hard organisiert.
Jetzt wollen wir gemeinsam überlegen, wie es in Vorarlberg weitergehen soll.
Im Anschluss an die Veranstaltung ist auch noch eine Schulführung durch die neu gebaute Schule möglich.
In Zusammenarbeit mit: LEVV, ARGE, PRIM, UBG, Freie Schule Lindau und Bodensee-Akademie.
Anmeldung beim Landeselternverband: Online-Anmeldung
Wir bitten Sie in der Umgebung oder beim Kulturhaus in Dornbirn zu parken, da die Parkplätze bei der Schule begrenzt sind. Birgit Walch und Sandra Lang

Schule im Aufbrauch
Download Broschüre: Schule im Aufbrauch

Rechnungshofbericht bestätigt: Neues Dienstrecht für Lehrer/innen ist riesiges Sparpaket

Weil das neue Dienstrecht für Lehrer/innen vor allem ein Sparpaket ist, empfiehlt der Rechnungshof die Übergangsfrist deutlich zu verkürzen. Junglehrer/innen können bis zum Schuljahr 2019/20 zwischen dem alten oder neuen Dienstrecht optieren.

Mehr (Rechnungs)Hof- als Hausverstand ...

So könnte laut RH bis zum Vollausbau der Reform im Jahr 2060 – alle Lehrer/innen im neuen Dienstrecht - 2,19 Milliarden Euro eingespart werden. Mit Übergangsfrist seien es „nur“ 1,12 Milliarden Euro. Laut Rechnungshoflogik brächte eine um 4 Jahre frühere Verpflichtung von Junglehrer/innen zum neuen Dienstrecht, bei gesamt 44 Jahren zum Vollausbau, über 50% mehr Einsparung. Mehr (Rechnungs)Hof- als Hausverstand, könnte als gewichtiger Faktor für die Berechnung diagnostiziert werden. Egal wie, der Rechnungshof bestätigt, dass das neue Dienstrecht vor allem ein enormes Sparpaket auf Kosten der Bundeslehrer/innen ist.
Vorab und nur am Rande soll erwähnt werden, dass die vom Rechnungshof für seine Argumentation im Bericht berechneten Zahlen und Begründungen sehr wahrscheinlich einer wissenschaftlich korrekten empirischen Überprüfung nicht standhalten würden, sondern wohl eher auf einer ideologischen Zuschreibung basiert.

Entwicklung war vorhersehbar ...

Das Bundeskanzleramt, Bildungs- und Finanzministerium hatte bis zuletzt die Sparpaketsfunktion des neuen Dienstrechtes bestritten. Nicht zuletzt aufgrund der ausführlichen und korrekten Information durch die  Gewerkschaften, vor allem der Berechnungen von Gary Fuchsbauer (ÖLI-UG), konnten die betroffenen Lehrer/innen eine fundierte Entscheidung für alte oder neue Dienstrecht treffen. Es war also voraussehbar, dass der größte Teil der Landeslehrere/innen (Volks- und Neue Mittelschule) das neue und die überwiegende Mehrheit der Bundeslehrer/innen (AHS, BHS) das alte Dienstrecht wählen werden.
Es kommt, wie es kommen musste …
Der Rechnungshof behaupte in seinem Bericht, dass das neue Dienstrecht eine höhere Lebensverdienstsumme bringe, obwohl nur die Unterrichtsverpflichtung und nicht die Gesamtarbeitszeit erhöht wurde, berichtet derStandard.at. Damit eröffnet der RH wieder die Diskussion über die Arbeitszeit der Lehrer/innen. Pünktlich wie ein Uhrwerk jedes Jahr vor den Gehaltsverhandlungen. Ein Schelm, der darin einen politischen Handlangerdienst für die Regierung, vor allem für den Finanzministers, erkennt.
Passend dazu die angedeutete Unterstellung des RH, dass für die Vor- und Nachbereitung den Lehrer/innen zu viel Zeit angerechnet wird. Sein Vorschlag: Die Pädagog/innen sollen verpflichtet werden, die Vor- und Nachbereitungszeiten zu dokumentieren. Kann er gerne haben. Das Ergebnis dieser Evaluierung wird sein, dass die Arbeitszeit deutlich höher als erwartet sein wird. Und noch etwas ist sicher: Die Studie wird dasselbe Schicksal erleiden wie die große Arbeitszeitstudie zu BM Gehrers Zeiten mit über 6.000 Lehrer/innen. Sie verschwindet, wegen eindrucksvoller Bestätigung des hohen Arbeitszeiteinsatzes der Pädagog/innen, irgendwo in einer dafür vorgesehenen Schulblade im Ministerium. Und wie vereinbart der RH diese Forderung, die einen nicht unbeträchtlichen zusätzlichen Verwaltungsaufwand mit sich bringen würde, mit seinem so unablässigen wie undifferenzierten Mahnen, die öffentliche Verwaltung  müsse reduziert werden?

Und immer wieder der Ruf nach einer Lehrpflichterhöhung ….
Selbstverständlich darf auch in diesem Bericht die Lehrpflichterhöhung am RH-Pranger nicht fehlen. Im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Dienstrechtes wurde die Chance verpasst, die Lehrverpflichtung im alten Dienstrecht um ca. eineinhalb Wochenstunden zu erhöhen, kritisiert der RH die Regierung. Dies bietet einen Vorgeschmack auf die zukünftigen Attacken gegen das Lehrpersonal im alten Dienstrecht. Weil der Anteil der Lehrer/innen, die im alten Dienstrecht sind jährlich sinkt, wird der Druck auf sie diametral dazu steigen – progressiv steigen, versteht sich. 

Schule zu komplex für den RH?
Gary Fuchsbauer bringt es auf den Punkt: „Vorsichtig formuliert. Der Rechnungshof „mag uns“ nicht oder hat einfach keine Ahnung. Schreibt er im Bericht ja selber, dass das alles sehr kompliziert sei.“

RH
Dienstrecht der Lehrer/innen zu komplex für den RH?

Wohin mit den lästigen, aufmüpfigen und kritischen Pädagog/innen?

Kaum liegt der gesamte Text des Autonomiepaketes 2016 vor, nimmt die Kritik gegen das Paket deutlich zu. Großen Unmut ruft vor allem die de facto Abschaffung der demokratischen Mitbestimmungsstrukturen (Schulpartnerschaft) und die angestrebte uneingeschränkte Personalhoheit der Direktor/innen hervor.

„Wohin mit den lästigen, aufmüpfigen und kritischen Pädagog/innen? Wie soll ohne sie und ohne die Kontrolle durch die Betroffenen, die Schulpartner, eine zukunftsorientierte und nachhaltige Schulentwicklung erfolgen?“, fragt und ärgert sich Trixi Halama (ÖLI-UG).   
Bisher waren die Inhalte des Autonomiepaketes 2016 nur aus den Medien und unvollständigen Zusammenfassungen (siehe Lesenswert: Das Bildungsreformkonzept Hammerschmids/Mahrers) bekannt. Erst jetzt - durch ein Schreiben von BM Hammerschmid an die Direktor/innen – wurde der offizielle Text „Vortrag an den Ministerrat betreffend Arbeitsgruppe Bildung“ veröffentlicht.
Bemerkenswert ist die Abweichung des Inhaltes im Kapitel „Die wichtigsten Maßnahmen des Autonomiepakets – für mehr Freiraum an Österreichs Schulen - 3. Auswahl der Lehrkräfte“ vom bisher öffentlich Kommunizierten, dass die Schulleiter/innen unter mehreren Bewerber/innen zwar eine Reihung, eine „Wunschliste“ erstellen können, aber die Schulbehörde schlussendlich über die Zuteilung entscheide. Damit soll die Versorgung benachteiligter Schulstandorte mit entsprechendem Personal gesichert werden. Im Vortrag an den Ministerrat vom 18.10. heißt es allerdings: „Die Schule soll –  wenn mehrere BewerberInnen für eine offene Stelle vorhanden sind –  entscheiden können, welche Personen tatsächlich aufgenommen werden. Grundsatz dabei ist, dass die Entscheidungskompetenz an die Schule wandert, alle administrativen Aspekte der Aufnahme (Prüfung der Formalerfordernisse, Dienstvertrag, Bezug etc.) bei der zuständigen Behörde verbleibt.“
In ihrem Begleitschreiben geht die Ministerin noch einen Schritt weiter: „Mit diesem Paket erhalten Sie die nötige pädagogische Freiheit um Ihren breiten Wissens- und Erfahrungsschatz voll und uneingeschränkt im Sinne der Schülerinnen und Schüler einsetzen zu können. Für Ihren individuellen pädagogischen Ansatz können Sie sich in Zukunft unter anderem auch Ihr Team passend zusammenstellen.“
Mit der geplanten uneingeschränkten Personalhoheit für Direktor/innen und dem Angriff auf die bisherigen demokratischen Mitbestimmungsstrukturen, vor allem die Schulpartnerschaft (Eltern, LehrerInnen, Schüler/innen), schaffen BM Hammerschmid und Staatssekretär Mahrer eine autoritäre Schulverwaltungsstruktur, die weder zeitgemäß noch erfolgsversprechend ist.
Gary Fuchsbauer (ÖLI-UG), stellvertretender Vorsitzender der GÖD-BMHS kündigt massiven Widerstand gegen diese Entwicklung an: „Für uns von der ÖLI-UG, die wir überzeugt sind, dass es auf Zeit gewählte Schulleitungsteams braucht und keine SchulkaiserInnen, um gute Schulen zu haben, wirft somit die Ministerin den Fehdehandschuh“.

... ohne demokratische Mitwirkungsstrukturen ...
... ohne demokratische Mitwirkungsstrukturen ...

VLI und ÖLI-UG zum Autonomiepaket 2016 - "in Summe negativ"

Das Autonomiepaket 2016

...erweckt die Hoffnung auf effektivere Schulstrukturen und pädagogische Freiräume,

aber es...

... opfert dringend erforderliche Reformschritte wie Sozialindex und Gesamtschule.
...ist ein Angriff auf die bisherigen demokratischen Mitbestimmungsstrukturen, vor allem die Schulpartnerschaft (Eltern, LehrerInnen, SchülerInnen). So sieht das Konzept vor, dass die Klassen und Gruppengrößen allein von der Schulleitung festgelegt werden. Die Schulpartner können nicht, wie bisher, mitentscheiden.
...orientiert sich nicht an offensichtlichen, schwerwiegenden Problemfeldern, z. B. chronische Unterfinanzierung, sozio-emotionale Benachteiligung und deren Folgen ...
...zielt nicht auf eine dringend erforderliche Erhöhung des Schulbudgets ab.
...ist keine Bildungsreform sondern eine Struktur- und Verwaltungsreform ohne erkennbare pädagogisch-innovative Ansätze.

Die Österreichische LehrerInnen Initiative – Unabhängige GewerkschafterInnen für mehr Demokratie (ÖLI-UG) lehnt daher das Autonomiepaket 2016 ab.

 

ÖLI-UG zum Autonomiepaket 2016 - "in Summe negativ"
VLI lehnt das Autonomiepaket 2016ab: Foto derStandard.at

Lesenswert: Das Bildungsreformkonzept Hammerschmids/Mahrers

Links: Papier zum aktuellen Bildungsreformkonzept

 

Offiziell gibt es im Netz die Zusammenfassung:
https://www.bmb.gv.at/ministerium/vp/2016/20161018.html

Ausführlicher ist „autonomiepaket-die-eckpunkte.html“ auf schule.at:
https://www.schule.at/news/detail/autonomiepaket-die-eckpunkte.html

Autonomiepaket: Foto derStandard.at
Neues Bildungskonzept : Foto derStandard.at

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Andreas Riedmann

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