PHV: Anmeldung zu Fortbildungen im WS 2016/17 bis 19. September 2016

Information der PHV

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass die Anmeldefrist für Fortbildungsveranstaltungen an der PH Vorarlberg für das Wintersemester 2016/17 vom 1. bis 19. September 2016 über PHonline möglich ist. Anschließend beginnt die Dienstauftragsphase, die Fixplatzvergabe erfolgt am 11. Oktober 2016.
Die aktuellen Studienverzeichnisse wurden an die Dienststellen geliefert. Die PDF-Ausgabe des Studienverzeichnisses kann von der Website der PH Vorarlberg abgerufen werden:
Zur Anmeldemaske:
Die Studienabteilung der PH Vorarlberg steht für Anfragen MO - FR, von 08:00 - 16:00 Uhr (05522/31199-300 oder 05522/31199-400), gerne zur Verfügung

Pädagogische Hochschule Vorarlberg PHV

Zentralmatura: "Nur mehr ein Hauptfach in der Maturaklasse: Mathematik!"

Leserbrief Der Standard von Wolfgang Berchtold

Zum Bericht von Lisa Nimmervoll bzw. zu den Aussagen von Mathematikdidaktiker Werner Peschek

Matura Probleme

Der Mathematikdidaktiker Peschek meint am 29.6. im Standard, die Schüler hätten die Mathematura „nicht so hundertprozentig ernst genommen“. Diese Aussage zeigt, wie wenig Bezug die Schultheoretiker zum Schulalltag haben. Die Zentralmatura hat nämlich ganz im Gegenteil dazu geführt, dass es in den Maturaklassen nur noch ein Hauptfach gibt, nämlich Mathematik. Ich bin Deutschlehrer an einer Oberstufe und muss den Aussagen von Herrn Peschek heftig widersprechen. Während der gesamten 8. Klasse spielen alle anderen Fächer eine Nebenrolle: an Wochenenden, Feiertagen und während der Ferien wird nur noch Mathe gebüffelt. Mit der Konsequenz, dass sich der Großteil der MaturantInnen mit ihrer Schwäche auseinandersetzt und kaum Zeit für ihre Stärken bleibt. Was wir brauchen ist eine Matura, die es den SchülerInnen erlaubt, Schwerpunkte nach Begabungen zu setzen. Sinnvoll wäre eine Wahlmöglichkeit zwischen zwei Schwierigkeitsgraden, einer A- und B-Matura. Der Schüler wählt zwei A-Fächer und ein B-Fach. Der mathematisch begabte Schüler, der auch ein technisches Studium anstrebt, wählt z.B. die anspruchsvolle Mathematura (A), der Sprachbegabte die gehobene Englisch-Matura. Das derzeitige Übergewicht an Mathematik für alle ist ein Unding und verhindert, dass sich MaturantInnen mit Freude und Motivation auf ihre Matura vorbereiten.

Zentralmatura: "Nur ein Hauptfach in der Maturaklasse: Mathematik!"
Zentralmatura: "Nur ein Hauptfach in der Maturaklasse: Mathematik!"

Zentralmatura: Vorarlbergs Bildungspolitiker/innen wollen vollständige Offenlegung der Detailergebnisse - Lehrervertreter dagegen.

Wie vorarlberg.orf.at/news berichtet, wurde in Vorarlberg eine mit den Bildungssprecher/innen aller Fraktionen im Landtag politisch besetzte Arbeitsgruppe eingerichtet, die Maßnahmen zur Verbesserung des Bildungsniveaus prüfen soll.
Der Grünen-Bildungssprecher Daniel Zadra und seine Kollegen von FPÖ, SPÖ und NEOS fordern jetzt eine Offenlegung aller Detail-Ergebnisse der Zentralmatura – bis zu einzelnen Klassenergebnissen. Die ÖVP-Bildungssprecherin Barbara Schöbi-Fink ist noch skeptisch.
Die Lehrervertreter lehnen das ab. Für sie ist die eilige Einrichtung einer rein politischen Arbeitsgruppe ein „Akt der Verzweiflung“ ohne erkennbaren Problemlösungshorizont. Auch das Risiko des Durchsickerns der Daten an die Medien bestehe und vor allem sollte eine fundierte Analyse der Detailergebnisse sinnvollerweise durch Experten und nicht Politiker erfolgen.
Für AHS-Lehrervertreter Gerhard Pusnik kommt das nicht infrage. Für eine fundierte Analyse braucht es laut Pusnik keine Veröffentlichung von Daten. Dies sei nur dazu geeignet, einen Schuldigen zu suchen. Pusnik hält die neue Arbeitsgruppe generell für einen Akt der Verzweiflung. Die Probleme seien nicht neu, doch sei ihnen die Politik seit Jahren mit Ignoranz begegnet.
Auch BHS-Lehrervertreter Manfred Sparr ist gegen eine Offenlegung - zumal eine Analyse der Ergebnisse die Aufgabe von Fachexperten sei und nicht von Politikern.

Matura: Vorarlbergs Bildungspolitiker/innen wollen vollständige Offenlegung der Detailergebnisse - Lehrervertreter dagegen.
Matura: Vorarlbergs Bildungspolitiker/innen wollen vollständige Offenlegung der Detailergebnisse - Lehrervertreter dagegen.


Schulrankings: Was spricht dafür und was dagegen?

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) gibt die einzelnen Schulergebnisse bei der Matura nicht an die Öffentlichkeit. Das wird nicht von allen gutgeheißen, auch die Bildungsforscher sind sich bei der Beurteilung der Frage, ob ein Schulranking gut oder schlecht ist, nicht einig. Seit es standardisierte Tests wie die Zentralmatura gibt, stellen viele die Frage: Warum werden Resultate der Schulen nicht veröffentlicht? (Bernadette Bayrhammer in diepresse.com).
Die Argumentation des Bundesministeriums für Bildung BMB ist kurz und nachvollziehbar: „Wir wollen keine Schulen schlechtmachen.“ Frei übersetzt: Wenn man in Österreich eine solche Liste veröffentliche, beginne das Bashing einzelner Standorte. Jene Schulen, die es ohnehin schon schwieriger hätten, würden auch noch an den Pranger gestellt, so Bernadette Bayrhammer.
Das Ministerium, die Landesschulräte/der Stadtschulrat kennen die Ergebnisse der zentralen Tests, die Schulen und die Lehrer/innen wissen ebenfalls ihre Ergebnisse. Man wisse anhand dieser Daten, welche Schulen schlecht seien – und arbeite gemeinsam mit der Schulaufsicht daran, sie zu verbessern, stellt das BMB klar.
Ein aktuelles Beispiel aus Vorarlberg unterstreicht die Befürchtungen des BMB. Die Nennung jener Schulen in den Medien, die bei der Zentralmatura oder anderen standardisierten Tests schlecht abgeschnitten haben, nützen niemanden, sondern fügen den betroffenen Schulen einen, unter Umständen großen Imageschaden zu. Das wirkt sich wohl oder übel negativ auf die zukünftigen Schüleranmeldungen aus, das wiederum macht den Einsatz notwendiger und spürbarer Verbesserungsmaßnahmen deutlich schwieriger, vielleicht sogar unmöglich.

Die Junos - jungen Neos - sehen das anders. Sie wollen Schulen vergleichen, damit die Qualität steigern und Schüler/innen einbinden. Und all das sei „mit der Geheimniskrämerei des Bildungsministeriums rund um die Zentralmatura nicht möglich“, beklagen sie im Facebook und wollen deswegen „das Heft selbst in die Hand“ nehmen und „starten ‪#‎MaturaLeaks‬!“. NEOS Nationalratsabgeordnete Claudia Gamon postet dazu: „Unsere neue Bildungsministerin will die Schulergebnisse bei der Zentralmatura nicht veröffentlichen. Aber nur wenn wir hier transparent sind, können wir schwächere Standorte gemeinsam dabei unterstützen, besser zu werden. Schülerinnen und Schüler, sagt uns wie die Matura bei Euch an der Schule ausgefallen ist.“
Die „geleakte“ Schule in Vorarlberg könnte doch bei den jungen NEOS einmal anklopfen und nachfragen, wie sie, die Junos, in dieser Situation „schwächere Standorte gemeinsam dabei unterstützen [können], besser zu werden“. Nachfragen kost ja nichts, od´r!?  

Schulbashing wegen Schulranking?
Schulbashing wegen Schulranking?

BMB will neue Leistungsbeurteilung und -beschreibung

Weil die Schulnoten oft nicht ein realistisches Abbild der Schüler/innen-Leistung geben, will das Bundesministerium für Bildung (BMB) ein neues System zur Leistungsbeurteilung und -beschreibung entwickeln: Ein Kompetenzraster soll dafür sorgen, dass Lehrer sich bei der Beurteilung nicht mehr an der Durchschnittsleistung der jeweiligen Klasse orientieren, berichtet orf.at.
Hans Neuweg, Abteilungsleiter für Wirtschafts- und Berufspädagogik an der Universität Linz und selbst viele Jahre Lehrer, sieht die Ursache der oft nicht aussagekräftigen Schulnoten nicht in einer unfairen und willkürlichen Benotung durch die Lehrer/innen. Sondern meint, dass die Pädagog/innen die Rangfolge bei der Leistung der Schüler/innen einer Klasse sogar sehr gut einschätzen - erst bei der Betrachtung über Klassen und Schulen hinweg hinkt die Vergleichbarkeit.
Obwohl die alte, aber immer noch aktuelle Leistungsbeurteilungsverordnung definiert, wie die Leistungen der Schüler/innen zu beurteilen sind, glaubt Neuweg, es gäbe „derzeit keine genaue Definition, was ein ‚Sehr Gut‘, ein ‚Gut‘ etc. eigentlich genau ist.“ Und deshalb orientierten sich Lehrer/innen bei ihrer Benotung - bewusst oder unbewusst - immer auch an dem Leistungsdurchschnitt, den es in der jeweiligen Klasse gibt.
Laut orf.at erarbeitet das BMB mit Lehrer/innen aus der Schulpraxis Kompetenzraster für jedes Fach und jede Schulstufe der Sekundarstufe. Diese sollen klar darstellen, wofür eine Note tatsächlich steht: Auf einem A4-Blatt pro Schüler und Semester soll dann ersichtlich sein, welche Teile des Lehrplans er schon beherrscht und wo er sich noch verbessern muss.

Kommt eine neue Leistungsbeurteilungsverordnung?
Kommt eine neue Leistungsbeurteilungs- verordnung?

Zentralmatura: Schönreden macht`s nicht besser

Durch die Kompensationsprüfungen konnte zwar das eher schlechte Abschneiden in der schriftlichen Matura einigermaßen korrigiert werden, trotzdem müssen nach den Ergebnissen der heurigen Zentralmatura noch einige dringende Fragen beantwortet werden.

Große Leistungsunterschiede überall

Genauestens analysiert werden müssen jedenfalls die Ursachen der teils gravierend unterschiedlichen Ergebnisse  zwischen den Bundesländern, Schultypen, Schulen und Klassen (Details werden leider vom bmbf unter Verschluss gehalten) in allen drei schriftlichen Maturafächern. Vor allem auffällig ist der Gender-Effekt bei den Leistungen in Englisch und Mathematik. Eine gute zusammenfassende Analyse dazu machte von Sebastian Fellner im derStandard.at

Wer sucht die Fehler?

Wichtig ist jedenfalls, dass nicht wie bisher üblich wieder das BIFIE selbst seine Arbeit evaluiert, sondern die Analyse/Untersuchung extern durchgeführt wird. Sonst, so die bisherigen Erfahrungen, werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit noch lange auf ein gutes Funktionieren der Zentralmatura warten müssen.  

Abschaffung der Kompensationsprüfung?

Die Abschaffung der Kompensationsprüfung zu fordern, wie dies der Sprecher der AHS-Direktoren, Wilhelm Zillner und der Klagenfurter Mathematikdidaktiker Werner Peschek medial sehr erfolgreich tun, lenkt die Diskussion in eine falsche Richtung. Das sieht auch BHS-Lehrervertreter Himmer (fsg) im Interview im der.standard.at so: „"Das gab es ja auch bei der alten Matura, und die Fragen sind ja auch für diese Prüfung zentral erstellt. Dass so viele danach positiv waren, ist eigentlich ein Zeichen, dass sie die Chance genützt und sich darauf besonders konzentriert haben. Das gehört zu einer fairen Prüfung dazu – gerade bei so einer Einmalprüfung." Zillner glaubt jedoch, dass „man“ bei der mündlichen Kompensationsprüfung „ein wenig die Objektivität“ verliere, „weil es menschelt". Diese Aussage hat es in sich. Unterstellt er und Peschek doch damit den Direktor/innen, dass sie entweder als Kommissionsvorsitzende oder Kommissionsmitglieder in der Funktion der Schulleiter/in unkorrekte, weil nicht objektive Kommissionsbeschlüsse tolerieren. Ein dienstrechtlich heikles Vergehen. Und wenn der Sprecher der AHS-Direktor/innen mangelnde Objektivität bei den mündlichen Kompensationsprüfungen diagnostiziert, müsste er doch bei allen mündlichen Reifeprüfungen zum selben Ergebnis kommen. Will er diese auch abschaffen?

Ergebnisse Zentralmatura 2015 2016
AHS
Ergebnisse Zentralmatura 2015 2016
BHS

Offizielle Ergebnisse der schriftlichen Ru(D)P AHS+BMHS 2015/16

Erste Ergebnisse der schriftlichen Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung

an AHS/BHS/Bildungsanstalten im Haupttermin 2015/16
Zu den detaillierten Notenverteilungen vgl. Tabellen und Grafiken (>> Download)
Gesamte Pressemitteilung (>> Download)

 

Auszug aus der Pressemitteilung des bmbf

Ergebnisse nach Schularten
Die schriftliche Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung haben bestanden:
Gesamt:
o    99,0% der Kandidat/innen in Deutsch
o    96,7% der Kandidat/innen in Englisch
o    93,8% in Mathematik bzw. Angewandter Mathematik
AHS:
o    98,9% der Kandidat/innen in Deutsch (2015/16: 99,5%)
o    97,9% der Kandidat/innen in Englisch (2015/16: 97,9%)
o    93,1% in Mathematik (2015/16: 96,7%)
BHS:
o    99,1% der Kandidat/innen in Deutsch
o    95,5% der Kandidat/innen in Englisch
o    94,6% in Angewandter Mathematik

 

Bei einem Vergleich der Ergebnisse der Schularten ist darauf Bedacht zu nehmen, dass sich die Konzeption der schriftlichen Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung an den lehrplanmäßigen Erfordernissen der jeweiligen Schulart orientiert. Daher gibt es in einigen Prüfungsgebieten Abweichungen zwischen den Prüfungsformaten sowie in der verpflichtenden Wahl der Prüfungsgebiete.


Ergebnisse nach Bundesländern
Die Ergebnisse differieren z.T. deutlich zwischen den Bundesländern. Unterschiede sind vor den Kompensationsprüfungen deutlicher sichtbar.
Ausgewählte Ergebnisse:
AHS:
o    Deutsch: Die Sehr-gut-Quote liegt in den Bundesländern zwischen 13,3% in Vorarlberg und 21,0% Kärnten (jeweils vor den Kompensationsprüfungen), die Zahl der Nicht genügend zwischen 4,2% (Oberösterreich) und 9,3% (Burgenland). Nach den Kompensationsprüfungen liegen die Nicht-genügend-Quoten der Bundesländer zwischen 0% und 2,5%.
o    Englisch: hohe Quote an Sehr gut (31,5%) und niedrige Nicht-genügend-Quote (3,9%) in Wien, ähnlich in Oberösterreich (27,4% Sehr gut, 3,7% Nicht genügend) – alles vor den Kompensationsprüfungen
o    Mathematik: Nicht-Genügend-Quoten schwanken zwischen 13,4% in Oberösterreich und 33,2% in Vorarlberg; nach den Kompensationsprüfungen liegen die Nicht-genügend-Quoten zwischen 2,7% und 9,9%.
BHS:
o    Deutsch: Hier hat Kärnten vor den Kompensationsprüfungen mit 1,2% die niedrigste Nicht-genügend-Quote und die höchste Quote an Sehr gut (19,2%).
o    Englisch: Hohe Quote an Sehr gut in Wien (19,9%). Geringste Nicht-genügend-Quote in Tirol (7,4%). Nach den Kompensationsprüfungen bewegen sich alle Bundesländer zwischen 2,8% und 7,8% Nicht genügend.
o    Angewandte Mathematik: Hier ist Oberösterreich vor den Kompensationsprüfungen das beste Bundesland (10,0% Sehr gut, 9,4% Nicht genügend). In Vorarlberg (18,3%), Wien (19,1%) und Salzburg (19,5%) gibt es prozentuell die meisten Nicht genügend. Nach den Kompensationsprüfungen liegen die Nicht-genügend-Quoten zwischen 3,0% und 8,7%.

Ergebnisse Zentralmatura 2015 2016
AHS
Ergebnisse Zentralmatura 2015 2016
BHS

Manfred Deix ist tot – er wird uns fehlen!

Über Jahrzehnte hat er mit seinen Cartoons aktuelle und vor allem wichtige gesellschaftspolitische Themen in seiner unnachahmlichen Art und Weise dargestellt. Seine Aquarelle waren immer der Spiegel der österreichischen Gesellschaft – wahr und schonungslos. Dabei malte er niemals gegen die Schwachen an, sondern gegen Rassismus, Sexismus, Bigotterie, Korruption und Spießbürgertum (ORF). Er wird uns fehlen!
Der Beach Boy unter den Zeichnern. Das Enfant terrible der heimischen Karikaturszene. Keiner konnte die Spezies Österreicher in ihren charakteristischen Ausprägungen so genau beobachten und bis zur Kenntlichkeit so überzeichnen, dass man diesen Figuren tatsächlich immer wieder begegnet. Oder einer den anderen unter fettleibigen, glubschäugigen Gestalten plötzlich erkennt: "Franz, das bist ja du!", schreibt Werner Rosenberger im Kurier.
Und Doris Priesching im Standard: Deix selbst bezeichnete sich als "Lustzeichner", aber auch als "Harmoniejunkie". Und genau so lassen sich seine Kreaturen lesen: Als die ganz normale oder, besser, grindige Grundnatur von Herrn und Frau Österreicher, vornehmlich bei diversen Verrichtungen des Alltags zwischen Sadomaso-Sex und Muttermord inklusive saftigen Versen und allem, was dazugehört: Zumpferln, Dutteln, Wabbelbäuchen, Hängeärschen, Bremsspuren, Ejakulationsflecken.
Er war das Neue, das Unerhörte, das Provokante in Person (News) – und das bis heute.

Manfred Deix ist tot
Manfred Deix ist tot – er wird uns fehlen!

Einladung zum Jahres-Abschluss-Treffen der VLI

Wir laden alle Freunde/innen, Kollegen/innen und Interessierten aus AHS, BMHS, Pflichtschulen, Berufsschulen und Kindergärten ein zum
Jahres-Abschluss-Treffen
am Sonntag, 03. Juli 2016 / ab 18:00 Uhr / Neu Amerika (Anfahrt: Achsiedlung)
(Bei Schlechtwetter: Gemütlicher Hock bei Sabine Mathis, Aureliastraße 4, Bregenz)
• Selbstverpflegung (Grill- und Trinkzeug)
• Gute Laune und
• Badetuch nicht vergessen!


'Tod Ernst', das neue Buch von Andreas Gabriel

"Mein Tod heißt Ernst und eines kann ich jetzt schon sagen:

Er hat mein Leben bereichert" (A. Gabriel)

Lesung:

Andreas Gabriel ( BRG / BORG Schoren )

am Montag, 04. juli 2016
in der Traube/ Alberschwende


Weniger Geld mehr Arbeit für Lehrer/innen im Kanton Luzern

Ein neues Sparpaket des Kantons Luzern sieht drastische Kürzungen bei den Pädagog/innen vor. In der Schweiz sind die Schulen und damit die Gestaltung der Arbeitszeit und der Gehälter für Lehrer/innen hauptsächlich Ländersache.
Die geplanten Maßnahmen der Luzerner Regierung sind sowohl in der Art, als auch in ihrem Ausmaß „schweizweit ein Novum“, berichtet der blick.ch.
Mehrarbeit:
Die Lehrer/innen sollen eine „Lektion“ mehr als bisher unterrichten. Das ärgert Martin Huber, Präsident der Luzerner Schulleiter. Eine Lektion entspreche mit Vorbereiten und Korrigieren etwa zwei Stunden. Künftig müsste demnach eine Luzerner Primarlehrer/in mit Vollpensum wöchentlich 54 statt wie bisher 52 Stunden arbeiten, argumentiert Huber.
Kein „Dienstalters-Geschenk“, weniger Weiterbildung und reduzierte Altersentlastung:
Die Mehrarbeit und die weiteren geplanten Sparmaßnahmen der Luzerner Regierung ergeben eine massive Belastung für die Pädagog/innen. Zu nenen wäre da zum Beispiel die Streichung des Bonus nach 10, 20, 30 oder 40 Berufsjahren in Form von Ferien oder Geld, weniger Geld für die Weiterbildung und die Reduktion der Altersentlastung,  „Das birgt Risiken“, meint Martin Huber. „Wenn die Arbeitsbedingungen schlechter werden, verschärft sich der Fachkräfte-Mangel noch weiter.“
Demotivation und „Abwanderung“:
Die Lehrer/innen haben genug von den sukzessiven Verschlechterungen der letzten Jahre. Besonders das Streichen des Dienstalters-Geschenks trifft sie emotional: „Das Schlimmste daran ist die mangelnde Wertschätzung“, beklagt eine Lehrerin. Auch die Erhöhung der Lektionen sei ein harter Brocken, denn schon „heute ist die Belastung massiv.“
Die Folgen der destruktiven Schulpolitik sind bereits heute spürbar. Weil in den meisten anderen Kantonen die Arbeitsbedingungen attraktiver sind, wandern die Lehrer/innen dorthin ab. Mit den geplanten Verschlechterungen schwindet natürlich auch die Motivation. Man erhöht das Arbeitspensum des Lehrpersonals und streicht gleichzeitig die Anerkennung.
Kommt das Sparpaket wie geplant, wird es zwangsläufig Abstriche geben. Dennoch darf die Unterrichtsqualität nicht sinken, meint eine Lehrerein zum „Blick“. „Zuerst werden deshalb Aktivitäten gekürzt. Dazu gehören Klassenlager, Exkursionen oder der Sporttag. Zu den Verlierern zählen auch die Kinder.“

Weniger Geld mehr Arbeit für Lehrer/innen im Kanton Luzern/Schweiz
Foto: Wiesner Joachim Schweres Belastungspa- ket für Luzerner Lehrere/innen geplant.

Nach den Kompensationsprüfungen: Erste inoffizielle Ergebnisse

Wie im letzten Jahr, konnte die Mehrzahl der Maturant/innen ihre(n) „Fünfer“ in der schriftlichen Reife- bzw. Reife-und Diplomprüfung durch die Kompensationsprüfung ausbessern.
Vom Ministerium gibt es, wie berichtet, bis 24. Juni keine offiziellen Zahlen zu den Ergebnissen der heurigen Zentralmatura. Wie die diePresse.com berichtet, sind aus Oberösterreich konkrete Zahlen durchgesickert: In Mathematik waren vor der Kompensationsprüfung 15,5 % negativ. 2015 waren es 6,3 %. Nach den Kompensationsprüfungen hat sich das Ergebnis deutlich verbessert. Noch 4,5 % sind negativ. Im Vorjahr waren es noch 4 %. In Englisch bleiben nach der Kompensationsprüfung von 4,5 % negative Beurteilungen noch 2% über. In Deutsch von knapp 4 % noch 0,6 %.
Sehr erfreulich sind die Ergebnisse an der größten Schule Österreichs, der HTL Mödling. Direktor Harald Hrdlicka verriet im Gespräch mit der „Presse“, dass von den 350 Maturant/innen nach den Kompensationsprüfungen in Mathematik ein einziger Schüler negativ ist. Vor der Kompensationsprüfung waren noch acht Schüler/innen in Mathematik negativ.

Nach den Kompensationsprüfungen ist alles wieder gut ... ?
Nach den Kompensationsprüfungen ist alles wieder gut ... ?

NOST-Option jetzt auch für die BHS

Weil die „Bildungsreform: Schulrechtspaket Teil 1“ jetzt den Unterrichtsausschuss passiert hat und der Ministerrat den Beschluss gefasst hat, kommen die ersten offiziellen Informationen vom bmbf an die Elternverbände und die Schulaufsicht und dann wohl bald auch an die Schulen (hoffentlich).
Also, so gut wie fix ist, dass jetzt auch die BMHS, nicht nur die BMS und die AHS, autonom die Einführung der Oberstufe NEU auf 2018/19 bzw. 2019/20 verschieben können. Spätester Termin für die Entscheidung/das Ansuchen wird derzeit der 1. Dezember angegeben.
Die Entscheidung obliegt dem/der Direktor/in nach Anhörung des Schulgemeinschaftsaus-schusses (SGA). Der SGA hat ein „Anhörungs“- aber kein Entscheidungsrecht.

Und welche Rolle spielt dabei der Dienststellenausschuss? Für den Vorsitzende des Fachausschusses Vorarlberg BMHS wird dies im Personalvertretungsgesetz (PVG) geregelt: "Weil sich die NOST auf die Diensteinteilung und Arbeitsorganisation der Lehrer/innen auswirkt, muss die Schulleitung aufgrund des PVG §9 Abs. 2 den Dienststellenausschuss in die Entscheidung einbinden, konkret: das Einvernehmen herstellen." Deshalb empfiehlt der Vorsitzende, "im Vorfeld der Entscheidung eine Konferenz durchzuführen". Eine Abstimmung über die zu wählende NOST-Option im Rahmen der Konferenz wäre wohl die optimale Vorgangsweise, meint der Personalvertreter aus dem Ländle.

Grundstruktur der NOST
Grafik bmbf: Grundstruktur der NOST

Mitterlehners Angriffe auf die Sozialpartnerschaft – Ein Remake der Schüssel/Haider-Politik?

Schlussendlich ist die absurde Kritik des Vizekanzler Reinhold Mitterlehner an der Sozialpartnerschaft der Versuch, diese Abzuschaffen. Wer wissen will, was in Österreich ohne die Sozialpartnerschaft passiert, muss sich nur an die Regierungszeit der ÖVP/FPÖ Koalition in Erinnerung rufen. In dieser Zeit war die Sozialpartnerschaft de facto nicht mehr vorhanden. Die Folgen spüren wir noch heute und sie werden uns noch einige Jahre weh tun.
Mitterlehner geht noch einen Schritt weiter. Mit seiner Kritik beabsichtigt er in erster Linie die Schwächung der Arbeitnehmervertretung in der Sozialpartnerschaft. Der Wirtschaftsblock soll seinen politischen Einfluss weiter ausbauen dürfen. Mitterlehner forderte nach dem gestrigen Ministerrat etwa eine komplette Umorientierung auf das, was Österreich brauche und nicht, was die jeweilige Klientel gerade brauche (ORF Vorarlberg). Und fügte erklärend ein Beispiel an, das die Arbeitnehmervertreter als unverantwortlich und eigennützig diffamierte. 
Dementsprechend fallen die Reaktionen der Sozialpartner auf die Kritik Mitterlehners unterschiedlich aus. Heftige Kritik der Arbeitnehmervertretungen und Zurückhaltung bis leise Zustimmung von der Arbeitgeberseite und der Landwirtschaftskammer.
Nicht so in Vorarlberg:  Wieder einmal stößt der Chef des Vorarlberger ÖGB, Norbert Loacker, all jene vor den Kopf, die er eigentlich vertreten sollte und die dafür ordentlich Beiträge zahlen, wenn er gegenüber den ORF Vorarlberg zum Besten gibt, dass Mitterlehner “gar nicht so unrecht habe“ und ergänzt konspirativ, „auch in Vorarlberg sei die Sozialpartnerschaft zu Sausgruber-Zeiten eine andere gewesen“.  Meinte er damit vor allem Schüssel/Haider- Phase? Ja, was mein er denn überhaupt?
Wie absurd die Vorwürfe gegen die Sozialpartner sind, vor allem jener, dass sie reine Klientelpolitik betreiben, analysiert Conrad Seidl im derStandard.at „Sozialpartner: Es lebe die Klientelpolitik!“
Die Regierung sollte die Sozialpartner nutzen, anstatt sie zu verärgern, mahnt Seidl, denn die Organisationen der Sozialpartner sind dazu da, die Interessen ihrer Mitglieder durchzusetzen – gegen die Interessen, die andere Sozialpartnerinstitutionen haben mögen. Und gegen Vorhaben von Regierungen und Parlamenten. Wenn es nicht anders geht, auch mit Demos und Streiks.
Dabei ist diese Kritik auch deshalb ungerecht, weil die Sozialpartner oft besser als die Parteien sind, wenn es um das Schließen von Kompromissen geht: In Bildungsfragen etwa sind sich Wirtschaftskammer und Industrie einerseits sowie AK und ÖGB andererseits mehr einig als SPÖ und ÖVP, die einander in der Regierung blockieren. Die Sozialpartner haben sogar ein gemeinsames Konzept erstellt, stellt Seidl fest.

Mitterlehners Angriffe auf die Sozialpartnerschaft – Ein Remake der Schüssel/Haider-Politik?
Mitterlehner: Ein Remake der Schüssel/Haider-Politik

Wir laden euch herzlich zur nächsten VLI-Sitzung ein

Montag, 06. Juni 2016 19:30 Uhr - Gh Engel in Götzis Hauptstraße 31
Unsere Themen:
•    Matura Neu: Reife Prüfung?  
•    AHS und BMHS Bundestage: GÖDlich getagt?  
•    Anstellungssituation: Voll beschäftigt?
•    Aus- und Einsichten
•    Termine und Veranstaltungen
•    Allfälliges


Nationaler Bildungsbericht 2015: Abschaffung der Noten in der VS und Einführung der Gesamtschule

Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band
Der Nationale Bildungsbericht Teil 3 (Band 2) ist wie Teil eins (2009) und zwei (2012) in einer Kooperation zwischen dem BIFIE und dem IHS entstanden und „dient als empirische und wissenschaftliche Grundlage für die bildungspolitische Diskussion und Steuerung des Schulwesens in Österreich. Band 2, "Fokussierte Analysen bildungspolitischer Schwerpunktthemen", enthält Expertisen führender österreichischer Bildungswissenschaftlerinnen und Bildungswissenschaftler zu zentralen Entwicklungsthemen und Problemfeldern des Schulwesens.“ (Hrsg.)
Zwei Punkte sind in diesem Bericht besonders erwähnenswert:
Die vollständige Abschaffung der Ziffernoten in der Volksschule und
die Forderung der Einführung der Gesamtschule auch in der Sekundarstufe I
"Eine vollständige Abschaffung der Ziffernnoten in der Volksschule könnte zu einer leistungsförderlicheren Beurteilungspraxis beitragen, die jedenfalls das Erreichen der Mindeststandards garantiert". Hauptproblem ist derzeit die zwingende Notengebung in der vierten Klasse. Sie soll die AHS-Reife festlegen, was in Bezug auf den signifikanten Zusammenhang der Mathematiknoten mit dem Bildungsstand der Eltern und der Tatsache, dass "die Volksschule zu extrem positiven Beurteilungen tendiert“, zu einer problematischen Skalenverzerrung führt und damit die fragwürdige Aussagekraft der Noten im Allgemeinen noch verstärkt.
Außerdem führt die Erfüllung der Erwartungen der Eltern durch die Lehrer/innen dazu, „dass die Abschlussnoten kontinuierlich ansteigen und der Zugang zur AHS immer weniger von tatsächlichen Fähigkeiten und Kompetenzen, sondern stärker von der Beziehungen, der sozialen Durchsetzungsfähigkeit und der Bildungsaspiration der Eltern abhängt", zitiert kurier.at aus dem Bericht.
Die Abschaffung der Ziffernoten reicht aber bei weitem nicht aus. Die Autoren sprechen sich generell gegen seine Selektion der Kinder in AHS und Neue Mittelschule mit zehn Jahren aus: "Eine Fortführung des Gesamtschulkonzepts in der Sekundarstufe würde die Transition deutlich vereinfachen."
Die Kapitel des Bildungsberichts 2015:
Kapitel 1: Die österreichische Volksschule
Kapitel 2: Leistungsbeurteilung unter Berücksichtigung ihrer formativen Funktion
Kapitel 3: Medienkompetenz fördern – Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter
Kapitel 4: Auf die Mitschüler/innen kommt es an? Schulische Segregation – Effekte der Schul- und Klassenzusammensetzung in der Primarstufe und der Sekundarstufe I
Kapitel 5: Früher Bildungsabbruch – Neue Erkenntnisse zu Ausmaß und Ursachen
Kapitel 6: Schulleitung im Wandel: Anforderungen an eine ergebnisorientierte Führungskultur
Kapitel 7: Schulautonomie oder die Verteilung von Entscheidungsrechten und Verantwortung im Schulsystem
Kapitel 8: Ein pragmatischer Zugang zu einer Policy-Analyse: Bildungsfinanzierung als Governance-Problem in Österreich
Kapitel 9: Zusammenfassung der Herausgeberinnen und Herausgeber

Abschaffung der Noten in der VS und Einführung der Gesamtschule
Abschaffung der Noten in der VS und Einführung der Gesamtschule

VLI und ÖLI-UG Berufsschule: Petition für mehr Lohngerechtigkeit

Unterstützungserklärung der Petition für mehr Lohngerechtigkeit

Das neue Dienst- und Besoldungsrecht Pädagogischer Dienst (pd) führt für alle Berufsschul-lehrerInnen mit alten und schlecht bezahlten Sonderverträgen zu einer massiven Schlechterstellung in der Entlohnung gegenüber den Kolleginnen und Kollegen im neuen Besoldungsschema.
So wurden gleich bei den ersten Lohnberechnungen der in den Pädagogischen Dienst (pd) aufgenommenen KollegInnen durch die Anerkennung der Vordienstzeiten wesentlich höhere Einstiegsgehälter festgestellt, als bei den LehrerInnen mit Sondervertrag. Durch die zweistündige Erhöhung der Lehrverpflichtung mit nicht unterrichtlicher Tätigkeit im Pädagogischen Dienst (pd) fallen Tätigkeiten, wofür KollegInnen im Sondervertrag noch Zulagen erhielten, an die jüngeren KollegInnen, welche sie nicht mehr extra bezahlt bekommen.
Bei Neueinstellungen führt dieser Umstand sofort zu einem Verlust oder der Verringerung der Zulagen bei den älteren KollegInnen mit Sondervertrag an der Schule. Wie weit und wie schnell man davon betroffen wird, ist schulabhängig vollkommen unterschiedlich und von der Zahl der Neueinstellungen abhängig.
Unsere JunglehrerInnen sind an dieser Situation schuldlos und unser Augenmerk muss sich auf die rasche Korrektur der Vertragsbedingungen konzentrieren.
Um dieses Unrecht zu beenden, fordert die ÖLI-UG die Bundesministerin in einer Petition auf
1. ein Optierungsrecht einzuräumen oder, für den Fall, dass gesetzliche Stichtagsregelungen
kein Optierungsrecht zulassen,
2. eine Anpassung der Gehaltsstufen der Sonderverträge IL in der Art vorzunehmen, dass
die massiven Gehaltsunterschiede minimiert werden.Wir bitten die Kolleg/innen aller Schultypen um Unterstützung unserer Forderungen.

VLI und ÖLI-UG Berufsschule: Petition für mehr Lohngerechtigkeit
VLI und ÖLI-UG Berufsschule: Petition für mehr Lohngerechtigkeit

"Chancenindex" für mehr Chancengleichheit auf die beste Bildung

Als eines der wichtigsten Ziele ihrer Arbeit bezeichnete die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid die Gestaltung eines Bildungssystems, „in dem alle die Chance auf die beste Bildung haben“. Eine immer wiederkehrende Diskussion, die vor einigen Wochen nach bekannt werden der schlechten Deutschkenntnisse der österreichischen Schüler/innen, an Brisanz spürbar zugelegt hat. Seither steht die Förderung von Problemschulen wieder im Mittelpunkt. Aber ein „Patentrezept gibt es bis dato keines“, stellt Romana Beer (orf.at) in ihrem Beitrag: „Index soll für gerechte Verteilung sorgen“, fest.
Sonja Hammerschmid wolle „in einem Land leben, in dem alle Kinder dieselben Chancen haben - unabhängig davon, wo sie wohnen und wer ihre Eltern sind“. Zahlreiche Studien zeigen allerdings, dass der Weg zur Chancengleichheit in der Bildung noch ein langer ist - denn Bildung wird in Österreich nach wie vor vererbt.
Aber auch der Schulstandort ist mitentscheidend, weil die Kinder in sogenannten Brennpunktschulen nachweisbar geringere Chancen auf schulischen Erfolg haben. Die Arbeiterkammer (AK) kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die Finanzierung der Schulen „nach dem Gießkannenprinzip“ erfolgt. Das bestätigt auch Wiens Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky: „Standorte mit großen Herausforderungen bekommen im Wesentlichen die gleichen Mittel zu Verfügung gestellt wie jene mit geringeren.“
Die noch von Heinisch-Hosek angeregte und von ihrer Nachfolgerin Sonja Hammerschmid übernommene Forderung, die Ressourcenzuteilung an einen Sozialindex zu binden, soll diesem Umstand Rechnung tragen. Beer (ORF.at): Sowohl der Stadtschulrat als auch die Wiener AK, die Armutskonferenz und die Initiative Bildung Grenzenlos schlagen eine indexbasierte Verteilung von Ressourcen vor - den „Chancenindex“.
Beer (ORF.at) lässt zum Schluss auch noch Michael Bruneforth zu Wort kommen: Wunder dürfe man sich von einer indexbasierten Finanzierung nicht erwarten. Auf dem Weg zu einem gerechteren Bildungssystem sei die Frage der Finanzierung „nur einer von vielen Pflastersteinen“.
Da hat Bruneforth sicher recht. Nur das vom BIFIE in den letzten Jahren Gebotene, macht uns keine großen Hoffnungen, dass in Bezug auf eine bessere Schule ein substanzieller Beitrag des BIFIE zu erwarten ist. Wenn doch, wäre es wohl ein Wunder.

"Chancenindex" für mehr Chancengleichheit auf die beste Bildung
Czernohorszky: „Standorte mit großen Herausforderungen bekommen im Wesentlichen die gleichen Mittel zu Verfügung gestellt wie jene mit geringeren.“

Bildungsreform: Schulrechtspaket Teil 1 im Unterrichtsausschuss

Der Entwurf zum Schulrechtsänderungsgesetz 2016 ( 1146 d.B.) – das ist das erste Gesetzespaket zur Bildungsreform - ist am 18. Mai 2016 vom Ministerrat einstimmig verabschiedet worden. Mit der neuen Chefin im Bildungsressort, Sonja Hammerschmid, wird der Unterrichtsausschuss des Nationalrats nun darüber beraten, ob das vorgeschlagene Maßnahmenbündel zur Weiterentwicklung von Schulstruktur und -kultur ausreichend beiträgt, wie parlament.gc.at berichtet. 

Die ÖLI-UG hat darüber schon des Öfteren berichtet. Ein wichtiges Themen in der ersten gesetzlichen Umsetzung der Bildungsreform ist die vielkritisierte Neugestaltung der Schuleingangsphase. Für die Ausweitung der Sprachförderung gibt es eine breite Zustimmung. Ob FM Schelling auch die erforderlichen Geldmittel bereitstellt, darf aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit seiner neoliberalen Budgetpolitik, vor allem im Beldungsbereich, eher angezweifelt werden. 
Neu im Entwurf ist, dass jetzt auch die BMHS, nicht nur die BMS und die AHS, autonom die Einführung der Oberstufe NEU auf 2018/19 bzw. 2019/20 verschieben können.
Weitere Punkte in diesem Gesetzespaket sind die Möglichkeit der alternativen Leistungsbeurteilung in der ersten bis zur dritten Klasse der Primarstufe, der vereinfachte (und billige?) Einsatz von Lehrbeauftragten an der BMHS, mehr Berufsbildung in der Sekundarstufe, Ausbau der digitalen Dokumentation an allen Schulen und mehr Wahlfreiheit der Eltern für sprengelfremde Schulen.
Dazu ein Kommentar von Johannes-Maria Lex in seiner FB-Gruppe „‎BILDUNG IST ZUKUNFT - FÜR ALLE MENSCHEN IN ÖSTERREICH“:
Das ist also die "neue Regierungspolitik" des Verständnisses, dass die "Menschen draußen" etwas Anderes wollen als bisher? Trotz Begutachtung und trotz Wechsel des Regierungschefs und der zuständigen Bildungsministerin verabschiedet der gesamte Ministerrat (also einstimmig mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP) die alte Ministeriumsvorlage und legt sie dem Unterrichtsausschuss zur Absendung vor: nein, liebe Mitglieder des Ausschusses, Abgeordnete Harald Walser und Matthias Strolz, das kann so nicht durchgehen! Nein, lieber "Schattenminister" Harald Mahrer: das kann doch nicht der Ernst der VP sein?! Elisabeth Grossmann das kann doch nicht der "Kern der SPÖ-Erneuerung" sein?

Foto: Wiesner Joachim Bildungsreform: Regierungsvorlage zum Schulrechtspaket im Unterrichtsausschuss
Foto: Wiesner Joachim Bildungsreform: Regierungsvorlage zum Schulrechtspaket im Unterrichtsausschuss


Neustart Schule – Umfrage: „40 Jahre Stillstand“

Neustart Schule – laut Selbstdefinition eine Initiative der Industriellenvereinigung und ihrer Partner – startet eine Umfrage mit dem Titel „40 Jahre Stillstand“. Die Ergebnisse werden im Rahmen der "Bildungsarena am 8. Juni" vorgestellt.
Im Vorfeld zur interaktiven Diskussion "Bildungsarena: 40 Jahre Stillstand" am 8. Juni 2016 wollen die Veranstalter „die Meinung ihrer Community zum Thema Bildungsstillstand erfahren.“
Das Bildungswesen wird oftmals als System der kollektiven Nicht-Verantwortlichkeit gesehen. Doch woher kommt dieser Stillstand und wie kann er bekämpft werden? Wie können die Kinder und ihre Bedürfnisse wieder in den Fokus der Bildungsdiskussion gerückt werden? Und welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft in dieser Debatte? Wie sieht's aus mit den großen, inhaltlichen Fragen wie etwa Herstellung von Chancengerechtigkeit, mehr Qualität in die Pflichtschule oder Maßnahmen gegen Schulabbruch?
„Diese und viele andere Fragen werden wir im Rahmen der "Bildungsarena: 40 Jahre Stillstand" diskutieren“, versprechen die Initiator/innen.

Neustart Schule – laut Selbstdefinition eine Initiative der Industriellenvereinigung und ihrer Partner – startet eine Umfrage mit dem Titel „40 Jahre Stillstand“.
Umfrage "40 Jahre Stillstand"

aus dem Konzerthaus: Stimmen für

Van der Bellen


Vortrag: Formatives Assessment

Vom didaktischen Element bis zur Unterrichtskultur

 

Vortrag von Univ.-Prof. Mag. Dr. Roland Grabner  -  Karl-Franzens-Universität Graz
Dienstag, 14. Juni 2016  19:30 Uhr
KOM, Altach, Kirchfeldstr. 1a

Formatives Assessment (formative Evaluation) wurde in der umfangreichen Metaanalyse von Hattie als jene didaktische Methode identi!ziert, die den größten Ein"uss auf die Förderung des Lernerfolgs von Schülerinnen und Schülern hat. Diese Methode zielt darauf ab, den individuellen Lernstand und Lernfortschritt regelmäßig zu erfassen und den Unterricht entsprechend anzupassen.
Dies kann zu einer neuen Unterrichtskultur führen, die in jüngeren Werken zu formativem Assessment hervorgehoben wird. In diesem Vortrag wird vor dem Hintergrund des aktuellen Kenntnisstands der psychologischen Lehr- und Lernforschung erläutert, warum formatives Assessment so lernwirksam ist, wie es im Unterricht eingesetzt werden kann und inwiefern dieses Element tatsächlich eine neue Unterrichtskultur begründen kann.


Sonja Hammerschmid

Für diepresse.com ist die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid eine „Ausreißerin zwischen Rot und Schwarzp“. Wir werden sehen …

Interessant wird vor allem, wie es um den Rückhalt in der SPÖ steht. Der ist für Quereinsteiger generell wichtig – und noch mehr in einem bekanntermaßen schwierigen Ressort wie dem der Bildung. Dieser Rückhalt fehlte Heinisch-Hosek und deren Vorgängerin Claudia Schmied in den Konfrontationen vor allem mit der ÖVP und der ÖVP – Fraktion in der GÖD. In diesem Zusammenhang wird es spannend, ob Hammerschmid, im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen erkennt, dass in der Lehrergewerkschaft auch eine starke und parteipolitisch unabhängige Fraktion, die Österreichische Lehrer/innen Initiative – Unabhängige Gewerkschafter/innen (ÖLI-UG), vertreten ist, die sinnvolle und innovative Bildungspolitik, unabhängig von welcher Partei sie kommen, immer unterstützt. Außerdem wäre ihren Vorgängerinnen einiger Ärger erspart geblieben, wenn sie die Stärke der Unabhängige Bildungsgewerkschaft (UBG) von Anfang an richtig eingeschätzt hätten. Zumindest hat die künftige Ministerin den Lehrer/innen vorab Rosen gestreut: Das sei „eine der anspruchsvollsten Aufgaben, die es in unserer Gesellschaft gibt. Warum tun wir uns so schwer, ihnen den nötigen Respekt zu zollen?“

Hammerschmid: „Egal in welcher Schulstufe, das Augenmerk meiner Lehrer galt immer den individuellen Stärken. Niemand hielt sich unnötig mit meinen Defiziten auf. Was logisch klingt, ist leider in unserem Schulsystem nicht selbstverständlich, wo durch das verbissene Beheben von Schwächen Chancen verbaut werden und Talente verkommen.“ Auch diese Aussage der neuen Bildungsministerin gefällt und macht Hoffnung, dass sie die richtigen pädagogischen Innovationen in Gang setzt.

Sonja Hammerschmid wird aber nur unter der Voraussetzung eine erfolgreiche Bildungspolitik für die Menschen umsetzten können, wenn sie eine breite Unterstützung gegen den neoliberalen und bildungspolitisch erzkonservative Finanzminister Schelling erhält und endlich die erforderlichen Budgetmittel zur Verfügung gestellt bekommt. Schafft sie es nicht, der Geißel des FM, das strukturelles Budgetdefizit von derzeit 550 Mio., durch eine nachhaltige Finanzierung zu entkommen, werden notgedrungen auch weiterhin wichtige Entwicklungen im Bildungsbereich nicht möglich sein.

BM Sonja Hammerschmid
BM Sonja Hammerschmid

AHS: Vorarlberger Sorgenkind Mathematik-Matura

Wie heute die Vorarlberger Nachrichten (VN) berichten, soll die Mathe-Matura in einigen AHS-Klassen in Vorarlberg sehr schlecht ausgefallen sein. Klaus Hämmerle (VN): Vom Landesschulrat wurde den Direktoren am Dienstag schnell ein Maulkorb umgehängt. „Keine Informationen zur Mathematik-Zentralmatura.“ Trotz Informationssperre informierte zum Beispiel der Direktor des BRG Dornbirn, Reinhard Sepp: „Die Ergebnisse der Mathematik-Zentralmatura sind bei uns schlechter als im Vorjahr“. Das bestätigte auch der Leiter der Arbeitsgruppe Mathematik AHS in Vorarlberg, Freddy Wittwer. Es zeichne sich ab, dass die Ergebnisse der diesjährigen schriftlichen Klausur schlechter ausfallen, als er gedacht habe. „Natürlich liegen noch lange nicht alle Resultate vor, aber es zeichnet sich ab, dass die Leistungen nicht an jene des Vorjahrs herankommen. Wobei ich sagen muss: Die Unterschiede in einzelnen Schulen und Klassen sind doch extrem. Von den bisher eingelangten Ergebnissen weiß ich, dass es Klassen mit über 50 Prozent Nicht genügend gab. Dann jedoch auch wieder solche mit überhaupt keiner negativen Bewertung. Das ist doch sehr interessant.“
Fazit: Im vergangenen Jahr belegten die AHS in Vorarlberg bei der Zentralmatura in Mathematik bundesweit den letzten Rang. Und heuer zeichnet sich ein noch schlechteres Ergebnis ab. Es besteht dringender Handlungsbedarf und die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Zentralmatura darf, nein muss nach diesen extrem unterschiedlichen Ergebnissen wieder gestellt werden. 


Sonja Hammerschmid wird neue Bildungsministerin

Die Regierungsumbildung in der SPÖ ist abgeschlossen. Kerns rotes Regierungsteam "steht".
Fix ist jetzt also:

Sonja Hammerschmid, die bisherige Rektorin der Vetmed-Uni Wien, löst Bildungsministerin Heinisch-Hosek ab,

Thomas Drozda, bisherige Generaldirektor der Vereinigten Bühnen Wien, folgt Josef Ostermayer als Kulturminister,

Jörg Leichtfried, ehemalige Delegationsleiter der SPÖ im EU-Parlament und derzeit Verkehrslandesrat in der Steiermark, kommt statt Gerald Klug ins Infrastrukturministerium, und

Muna Duzdar, Wiener Landtagsabgeordnete, löst Sonja Steßl als Staatssekretärin im Bundeskanzleramt und dort für Digitales, Verwaltung und den öffentlichen Dienst zuständig, ab.
Außerdem soll Maria Maltschnig, bisher Vorstandsassistentin von Kern, Kabinettschefin des Kanzlers werden.

Sonja Hammerschmid wird neue Bildungsministerin
Sonja Hammerschmid wird neue Bildungsministerin

Lernen 2.0: Tablets bereichern den Unterricht

srf.ch news von Alex Moser: Lernen 2.0: Warum Tablets den Unterricht bereichern
Die Gegner/innen der Verwendung von Tablets im Unterricht, meist Lehrer/innen und Eltern, begründen ihre Vorbehalte vornehmlich mit dem Argument, die flachen Computer ohne Tastatur weckten schon bei den Kleinsten den Spieltrieb und seien deshalb als Lehrmittel unbrauchbar und reine Zeitverschwendung. Ein Vorurteil, mit dem die Erfahrungen in einer Schule in Solothurn und die Ergebnisse der Studie von Lernpsychologiedozentin Doreen Prasse aufräumen. Sie zeigen, dass Tablets mehr als Unterhaltungselektronik sind.
Primarlehrer Matthias Steinmann ist laut Moser begeistert vom neuen Lehrmittel und seine Schüler seien es auch. Kritiker sagen, es sei schlecht, dass Kinder nun auch noch im Schulunterricht mit elektronischen Bildschirmen konfrontiert seien. Steinmann entgegnet: «Das Tablet darf nicht als Unterhaltungsobjekt verstanden werden, sondern als Lehrmittel. Dann ist es auch nicht anders als das Buch.»
Die Annahme, dass Kinder sowieso schon viel zu viel Zeit mit Computerspielen verbringen und durch den Einsatz dieser Geräte im Unterricht dies noch befördern würde, ist gemäß einer Studie der Pädagogischen Hochschule Schwyz aber nicht so. Die Studie von Lernpsychologiedozentin Doreen Prasse zeigt: Kinder mit Tablets an Schulen spielen privat nicht häufiger als solche ohne Tablets: «Im Gegensatz dazu konnten wir zeigen, dass die Schüler – zumindest aus den 5. und 6. Klassen – mehr mit den Tablets zuhause lernen.»
Entgegen aller Vorurteile tun die Kinder, die ein Schul-Tablet besitzen also tatsächlich damit das, was sie tun müssen – sie arbeiten in erster Linie damit, so das Resümee von Alex Moser in srf.ch.‬

Entgegen aller Vorurteile tun die Kinder, die ein Schul-Tablet besitzen also tatsächlich damit das, was sie tun müssen – sie arbeiten in erster Linie damit
Entgegen aller Vorurteile tun die Kinder, die ein Schul-Tablet besitzen also tatsächlich damit das, was sie tun müssen – sie arbeiten in erster Linie damit

Harder Literaturfestival vom 20. bis zum 22. Mai

Am 20. Mai wird zum 12. Mal der Harder Literaturpreis verliehen.
Wir laden sie ganz herzlich ein, dabei zu sein, wenn drei Autorinnen in Hard
im Spannrahmen geehrt werden.
Der Zufall hat wunderbar Regie geführt. Waren es beim 11. Literaturpreis drei Männer so sind es heuer drei zu unserer großen Freude drei Frauen:
Katharina Hartwell
Katharina Paul
Eva Woska-Nimmervoll
Die Autorinnen sind anwesend und werden ihre die Siegertexte lesen. Mit der Preisverleihung wird auch das 3. Literaturfestival HardCover eröffnet!
Dagmar Ullmann-Bautz
Projektleiterin Literaturfestival Hardcover  0660 6566836  literaturfestival.hard.at


Bernd Schilcher - Gedenkveranstaltung

E I N L A D U N G
InitiatorInnen des Volksbegehrens Bildungsinitiative (2011) laden zur

Bernd Schilcher - Gedenkveranstaltung "Ein Visionär der österreichischen Bildungslandschaft"
am Dienstag, 31. Mai 2016, 17:00
Ringturm, 20. Stock - Schottenring 30, 1010 Wien
Am 29. Mai 2015 ist Bernd Schilcher überraschend aus dem Leben geschieden. Der bildungspolitische Visionär und Kämpfer für ein schülergerechtes Schulsystem war ein wesentlicher Mitinitiator des 2011 durchgeführten "Volksbegehrens Bildungsinitiative". MitstreiterInnen des Bildungsvolksbegehrens gedenken dem vor einem Jahr verstorbenen Bildungsexperten mit einem Blick auf seine legendären bildungspolitischen Forderungen.
Es sprechen:
• Dr. Hannes Androsch
• Univ.Prof. Dr.Dr. Christiane Spiel
• Prof. Dr. Rainer Bromme
Bitte Zusage/Anmeldung bis 26. 05 2016 unter beppo.mauhart@vbbi.at oder Tel. (0)1 5861054, Michaela Häusler

Bernd Schilcher Gedenkveranstaltung
Bernd Schilcher Gedenkveranstaltung

Ist Loacker als ÖGB Landesvorsitzender noch tragbar?

ORF Radio Vorarlberg Nachrichten 16:30: Interview mit Norbert Loacker
Kommentar Manfred Sparr
ÖGB Vorarlberg Landesvorsitzender Norbert Loacker zum Rücktritt Faymanns, seine Anbiederung an die FPÖ und seine radikale Vorstellung, mit welche SPÖ-Politiker/innen jetzt auch noch „aufgeräumt werden müsste“.

Ich will den Inhalt seiner Aussagen jetzt einmal gar nicht kommentieren, das ist auch nicht notwendig. Aber jede/r für sich sollte sich bitte die Frage beantworten, was man von einem Menschen halten soll, der auf seine Parteifreunde eintritt, sobald sie sich nicht mehr wehren können? Und hört euch auch bitte das Interview im Radio Vorarlberg (09.05.16 16:30) mit Norbert Loacker an. Vielleicht täusche ich mich, aber die Aggressivität in der Stimme und die radikalen holprigen Formulierungen erweckten bei mir den Eindruck, dass er in Erwartung einer neuen Koalition mit Bundeskanzler Strache schon voreilig der „bessere FPÖ´ler“ sein will.
Für mich stellt sich jedenfalls die Frage, ist Loacker als Gewerkschafter, vor allem als ÖGB Landesvorsitzender noch tragbar?

Es ist Zeit für mehr Solidarität! ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker zum 1. Mai - Foto: HP ÖGB Vbg
Es ist Zeit für mehr Solidarität! ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker zum 1. Mai - Foto: HP ÖGB Vbg

Stellungnahme zum Schulrechtspaket 1 der ÖLI/UG

Österreichischen LehrerInnenInitiative/Unabhängige GewerkschafterInnen (ÖLI/UG)

Stellungnahme zum Schulrechtspaket 1

Vorbemerkung: Im Schulrechtspaket 1 sind zentrale bildungspolitische Fragen, wie Bundeskompetenz für den gesamten Bildungsbereich und alle PädagogInnen/LehrerInnen, Modellregionen, gemeinsame Schule, Schulautonomie und transparente, sozialindizierte Ressourcenzuteilung nicht enthalten. Reinhart Sellner

>>>>  Stellungnahme


Aktuelle Information zur Vorbereitung der mündlichen Reifeprüfung

Aus dem Rundschreiben des bmbf an die LSR/denSSR:

Bei der Organisation der Arbeitsgruppen zur Vorbereitung auf den mündliche Teil der Reife- und Diplomprüfung - zeitlich zwischen der schriftlichen und mündlichen Prüfungen gelegen - ist es zu unterschiedlichen Interpretationen gekommen. Mit diesem Erlass wird nun versucht, wieder eine einheitliche Vorgangsweise herzustellen.
Grundprämisse ist, dass in den knapp bemessenen bis zu vier Vorbereitungsstunden eine fachpädagogische
Auseinandersetzung mit dem Prüfungsgebiet möglich sein muss. Es macht also keinen Sinn, nur eine Arbeitsgruppe zur Vorbereitung für ein Wahlfach anzusetzen, das völlig unterschiedliche Prüfungsgebiete enthält. Wenn beispielweise die Wahlfächer “Geschichte, Geographie und politische Bildung“ und „Naturwissenschaften“ (einen beliebte Wahl im HTL – Lehrplan) in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe vorbereitet werden müssen, ist keine inhaltliche Vorbereitung mehr möglich. Daher haben natürlich so viele Arbeitsgruppen
eingerichtet zu werden, als im Prüfungsgebiet Wahlfach Kandidat/innen zu einzelnen unterschiedlichen Gegenständen antreten. >>> weiter lesen

Weil diesbezüglich einige Anfrage an die ÖLI-UG erfolgten und sicher in den meisten HTLs aktuell ist, noch eine Klarstellung:
Die Vorbereitungsstunden für die mündliche Reife(- und Diplom)prüfung betrage 4 Stunden pro Gruppe mit max. 20 Schüler/innen und pro Prüfungsgebiet.
Im Gesetz ist dazu eindeutig festgelegt, dass die Gruppen klassenübergreifend geteilt werden müssen. Daraus folgt auch – und dieser Ansicht ist auch das bmbf, dass die Gruppen NICHT abteilungsübergreifend geteilt werden!

>>> zum geamten Rundschreiben


vlikraft - die Zeitung der VLI

Die vlikraft ist fertig und wird diese Woche in deiner Schule aufliegen. Sie steht ab heute auch online zur Verfügung.

16 Seiten voll mit interessante Themen:
Verkehrte Welt - Ethikunterricht - Flüchtlingsklasse - Oberstufe NEU an der HAK Bregenz - Zukunftsfonds - Wo bleibt das Geld für Bildung? - News - Sportgymnasium – unzumutbare Arbeitsbedingungen - Empfehlungen
- Schulen schauen – Brücken bauen


Sinus-Studie: Brave Jugend - kaum provokante Subkulturen

Wie spiegel.de berichtet, zeigt die aktuelle Sinus-Jugendstudie, die alle vier Jahre vom Sinus-Institut untersucht, wie junge Menschen in Deutschland ticken.
Das Ergebnis: Die Jugendlichen suchen das "gute Leben", sind angepasst und normenorientiert. Provokation und sich von den Eltern abgrenzen zu wollen, ist 2016 für die Jugendlichen kein Thema mehr. Dagegen ist „Mainstream“ in. Es ist für die heutige Jugend "ein Schlüsselbegriff im Selbstverständnis und bei der Selbstbeschreibung". Sie wollen sein „wie alle“. Und das gilt für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund gleichermaßen. Muslimisch geprägte Befragte distanzieren sich demonstrativ von religiösem Fundamentalismus, religiöse Toleranz und Vielfalt werden in allen Milieus als wichtige Norm betont.

Sinus-Lebenswelten u18 Quelle: Spiegel online
Sinus-Lebenswelten u18 Quelle: Spiegel online

Stellenausschreibungen des bmbf für das Schuljahr 2016/2017

bmbf: Österreichweite Stellenausschreibungen für das Schuljahr 16/17 aller Schultypen

Die Bewerbungen sind über das jeweilige Online-Bewerbungsportal bis längstens 4. Mai 2016 beim zuständigen Landesschulrat (Stadtschulrat für Wien) einzureichen.

Foto - Ausschnitt: jobboerse.gv.at/
Foto - Ausschnitt: jobboerse.gv.at/

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Erbschaft Bildung

Armin Wolf analysiert die Ergebnisse des aktuellen Berichts „Bildung in Zahlen“ der Statistik Austria. Sein Resumee: „Und jedes Jahr finden sich darin Ergebnisse, die einen sehr nachdenklich machen können. Nach wie vor hängt es nämlich nur zum (kleineren) Teil von den Talenten eines Kindes ab, welchen Schulabschluss es einmal machen wird. Mindestens genauso wichtig ist der Schulabschluss der Eltern.“
Die Fakten (> siehe Grafik): Von den 25-44jährigen, deren Eltern nur einen Pflichtschulabschluss haben, machen knapp 17% Matura und nur 6,8% einen Uni/Hochschulabschluss. Haben die Eltern maturiert, haben auch 65% der Kinder einen Matura- und 31,7 % einen Uniabschluss. Aber 81% der Akademiker-Kinder maturieren und 47,6% machen einen akademischen Abschluss.
„Nun sind Akademiker-Kinder aber ziemlich sicher nicht drei Mal so klug wie die Kinder von Installateuren oder Bürokauffrauen oder fünf Mal so talentiert wie Kinder von Hilfsarbeiter-Innen. Ganz offensichtlich ist unser Schulsystem aber nicht in der Lage, die unterschiedlichen Bildungsniveaus von Zuhause auch nur annähernd auszugleichen“, stellt Armin Wolf in seinem Kommentar fest.
Das Schulsystem sei zwar theoretisch durchlässig, aber wie die Statistik zeigt, gehen eben aus einer AHS-Unterstufe 89% und aus einer NMS nur 46% der Schüler/innen in eine Oberstufe weiter. Wie bereits in den Jahren davor, belegt auch der aktuelle Bericht „Bildung in Zahlen“, dass die Chance für Akademikerkinder Akademiker/in zu werden, sieben Mal höher ist als für Kinder von Eltern mit Pflichtschulabschluss. Also „völlig unabhängig von IQ, Talent oder Fleiß. Einfach Glück im Geburten-Lotto“, so Armin Wolf.

Grafik: Statistik Austria Bildung in Zahlen 2014/15 Struktur des österreichischen Bildungswesens: Dr. Konrad Pesendorfer Generaldirektor Mag. Regina Radinger Direktion Bevölkerung
Grafik: Statistik Austria Bildung in Zahlen 2014/15 Struktur des österreichischen Bildungswesens: Dr. Konrad Pesendorfer Generaldirektor Mag. Regina Radinger Direktion Bevölkerung

Gangl statt Rainer: „… bitte ja nichts ändern“

Jürgen Rainer (fcg) wird übermorgen, Donnerstag, beim Gewerkschaftstag in Wien seine Funktion als Vorsitzender bei der Gewerkschaft öffentlicher Dienst an den BMHS an Roland Gangl (fcg) abgeben. Laut diePresse.com gelte der Stellvertreter Rainers, Roland Gangl, als der logische Nachfolger. Gangl eile der Ruf eines peniblen Fachmannes für Dienstrechtsangelegen-heiten voraus, so diePresse.com.
Auf die Frage: „Was soll Ihr Nachfolger anders machen als Sie?“, antwortete Rainer wenig überraschend: „Er soll bitte ja nichts ändern.
Dazu passt auch der folgende Auszug aus dem Interview:
„Sind alle Reformen per se falsch?“ Rainer: „Sie sind unnötig. Sie bringen keinen besseren Unterricht. Ich halte die Zentralmatura beispielsweise für eine sinnlose Angelegenheit.“
„Heuer findet diese erstmals an den BHS statt. Fürchten Sie sich?“ Rainer: „Mir geht es da wie dem Kleinkind im tiefen, dunklen Wald. Ich pfeife vor mich hin und hoffe, jeder hört mich und lässt mich in Ruhe. Das Ministerium ist zuversichtlich, das Bifie-Institut hat gelernt und die Schüler sind gut vorbereitet.“
Eh klar „… bitte nichts ändern“. Oder wie ist das noch mit den drei Affen? Nichts hören, sehen, tun?

Jürgen Rainer
Jürgen Rainer

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Andreas Riedmann

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