Wir laden euch herzlich zur nächsten VLI-Sitzung ein

Montag, 03. Oktober 19:00 Uhr - Gh Engel in Götzis Hauptstraße 31
Unsere Themen:

  • Aktuelle Entwicklungen
  • Berichte
  • Anstellungssituation
  • Herbsttermine – und Aktivitäten
  • Allfälliges

IHS - „Schulexperte“  - Gewerkschaft ist an allem schuld

IHS - „Schulexperte“ zur Schulreform
Diesmal schafft es der IHS-Bildungsforscher Lorenz Lassnigg sogar mitten auf die Titelseite des Standards. Titel „Experte will Schulreform mit Lehrern, aber ohne Gewerkschaft“. Man ahnt was im Bericht von Petra Stuiber folgt. Eine Lobeshymne auf den Bildungsexperten des Instituts für Höhere Studien (IHS) und seinem Positionspapier. Er, Lassnig, habe sich die Problemfelder in der Bildungsdiskussion vorgenommen und minutiös in ihre Einzelteile zerlegt. Jetzt wisse er, weshalb in der Bildungsreform in Österreich nichts weitergehe: „Nicht gegensätzliche Positionen sind das Problem – sondern dass diese nicht in einem vernünftigen inhaltlichen Diskurs behandelt werden", so Lassnig in seinem Positionspapier. Nicht wirklich neu sind seine ersten Erkenntnisse, dass die größten Hemmschuhe für sinnvolle Innovationen im Bildungsbereich, der von gegenseitiger Abwertung geprägte politische Diskurs, die Intransparenz der Finanzierungsströme und der Ressourcenverteilung und eine sture Standesvertretung. Wer jetzt annimmt, dass sich der Forscher dieser drei, zwar alt bekannten, Erkenntnisse annimmt und entsprechend kritische und „faktenbasierte“ Schlüsse und Antworten sucht, irrt.
Die wohl ursächlichsten Gründe für den Stillstand in der Bildungsreform sind die beiden erstgenannten „Hemmschuhe“: Das parteipolitisches Hickhack und die neoliberale Finanz- und Ressourcenpolitik, für die in erster Linie FM Schelling verantwortlich ist. Aber das interessiert den IHS-Forscher wenig und Petra Stuiber (DerStandard) überhaupt nicht. Sondern die Gewerkschaft soll für den gesamten bildungspolitischen Stillstand verantwortlich sein. Die Gewerkschaft der Lehrer/innen sei eine Interessenvertretung, die auf die Bewahrung materieller Vorteile beschränkt und innovationsfeindlich. Die Lehrergewerkschaft führe einen Abwehrkampf gegen vermeintlich "praxisferne" bildungswissenschaftliche Institutionen – mit dem Bifie als "liebstem Pappkameraden". An diesem Punkt kommen Zweifel auf, ob es sich beim IHS-Bildungsforscher – Selbstdefinition des IHS – wirklich um einen Bildungsexperten mit Anspruch auf Wissenschaftlichkeit – Definition Petra Stuiber – handelt.

Gefährlich nahe bewegt sich der IHS Bildungsforscher dem Niveau eines "Stammtischbildungsexperten", wenn er dem Standard erzählt, er habe persönlich zum ersten Mal seit Jahrzehnten das Gefühl, dass er wisse, "wie es gehen könnte". Und das, obwohl er sich selbst immer eifrig am Reformdiskurs beteiligt habe. Die Kurzformel (sehr vereinfacht) lautet dabei: nicht gleich das ganze Haus umbauen – wenn keiner das Geld hat und niemand weiß, wie man Ziegel richtig schichtet. Stattdessen: aufräumen, ausmisten, die Hütte mit bereits vorhandenen, aber längst vergessen geglaubten Schätzen neu aufmöbeln. Das Um und Auf für den Forscher wäre, die professionelle von der standespolitischen Interessenvertretung der Lehrer zu trennen. Sprich: Die Lehrergewerkschaft sollte weiterhin für Gehalts- und Arbeitszeitfragen zuständig sein – aber nicht länger für inhaltliche Fragen.
Danke IHS, für ihre sicher kostspielige Bildungsforschung. Aber solche „Experten“ haben wir schon zur Genüge.

IHS
Danke, IHS, für ihre sicher kostspielige Bildungsforschung, aber solche „Experten“ haben wir schon zur Genüge.


Elternumfrage der Bertelsmann-Stiftung zur Ganztagsschule

Förderung, Ausstattung, Mittagessen: Eltern von Ganztagsschülern in Deutschland bewerten die Angebote für ihre Kinder besser als Eltern von Halbtagsschülern. Das ergab eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, berichtet SPIEGELonline.
Das Ergebnis der Studie, bei der ausschließlich Eltern befragt wurden, bringt Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann-Stiftung, auf den Punkt: "Ganztagsschulen sind der beste Rahmen für die individuelle Förderung der Schüler, Vorausgesetzt, die Qualität stimmt."
Die Untersuchung sollte die Frage: „Was ist besser, Ganztag oder Halbtagsunterricht?“ aus der Sicht der Eltern beantworten. Dabei mussten die Eltern in den Kategorien „Klassen“, „Lehrer“ und „Schule“ eine Bewertung durchführen (Siehe Grafiken):

Bewertung der Klassen
„Denken Sie bitte an die Klasse Ihres ältesten Kindes. Wie beurteilen Sie die folgenden Aspekte: Klassengröße, sozialer Zusammenhalt und individuelles Lerntempo?“
Die Ganztagesschulen schnitten in allen drei Aspekten besser ab als die „Halbtagsschulen“.
Bewertung der Lehrer
„Wenn Sie an die Arbeit der Lehrkräfte in der Klasse Ihres ältesten schulpflichtigen Kindes denken. Wie schätzen Sie die Arbeit der Lehrkräfte ein?“
Lehrer/innen in Ganztagesschulen wurden in allen abgefragten Aspekten von den Eltern signifikant besser bewertet als ihre Kolleg/innen in den nicht Ganztagesschulen.
Bewertung der Schule
Auch in der Kategorie „Schule“ schneiden die Ganztagesschulen in allen Aspekten besser ab. Besonders ausgeprägt sind die Unterschiede der Beurteilung, ob die Gebäude und das Gelände zu vielerlei Aktivitäten einlädt, das Essenangebot gesund und ausgewogen ist und es Ruheräume und Rückzugsorte für die Schüler/innen gibt.

 

Aus der Sicht der Eltern ein eindeutiges Ergebnis pro Ganztagesschule, wenn, wie Dräger betont, „die Qualität stimmt. Um die erforderliche Qualität in allen drei Kategorien zu gewährleisten, müssen die organisatorischen Rahmenbedingungen geschaffen und ausreichend Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

Es scheint so, als ob die aktuelle Bildungspolitik in Österreich (siehe dazu unseren Bericht: „Hammerschmids Realpolitik: Akt 1. Ganztagsschule, die allen schmeckt?“) auf dem richtigen Weg ist. Wenn sich die Koalitionsparteien darauf einigen, wer die Finanzmittel aus der Bankenabgabe verteilen darf – das BMB oder die Landesfürsten. Und hoffentlich hält sich wenigsten bei der aktuellen Bildungsdebatte der Bildungsausgabensparmeister FM Schelling mit Wortmeldungen zurück .....

Kategorie "Klassen"
Kategorie "Klassen"
Kategorie "Lehrer"
Kategorie "Lehrer"
Kategorie "Schule"
Kategorie "Schule"

Lobrunde, Logbuch, Sofalandschaft …. Schule im Mostviertel

Lobrunde, Logbuch, Sofalandschaft mitten im Schulwohnzimmer, keine Schulglocke. Wen wundert es, wenn „Körperwahrnehmung“ im Stundenplan steht? Die Kollegin, die dieses "Fach" unterrichtet, arbeitet mit Klangschalen. Die Mostviertler und Sibylle Hamann (Falter) sind überzeugt: „So geht Schule!“.
Ganz heimlich habe sich das Mostviertel zum Experten für die Schule der Zukunft gemausert, schreibt Hamann, denn seit zwei Jahren würden in dieser Region – still, aber konsequent – die Ideen der deutschen Schulreformerin Margret Rasfeld in die Praxis umgesetzt. „Schule im Aufbruch“ heißt die Bewegung, die, unterstützt vom Gehirnforscher Gerald Hüther, an Boden gewinnt. Im Mostviertel sind von 180 Pflichtschulen etwa die Hälfte dabei, 70 Volks- und Mittelschulen, sowie das Amstettner Gymnasium.
„Alles geht. Man muss es nur machen“, ist die Antwort Josef Hörndlers, Pflichtschulinspektor und Bildungsmanager für die Region, auf Hamanns Frage:„Was kann Österreich vom Mostviertel lernen?“

 

Dazu gibt es jetzt ein Webinar-Angebot mit Josef Hörndler, „dem innovative Bildungsmanager aus Amstetten.“
Jeder kann beim Webinar mitmachen. „Ganz gemütlich über PC, Laptop, iPad oder Smartphone am Seminar mitmachen“, versprechen die Anbieter.
„Josef Hörndler, erzählt, wie im Mostviertel mit Unterstützung des gesamten Schulaufsichtsteams viele Schulen den Aufbruch gestartet haben und steht für eure Fragen zur Verfügung.“
Montag, 26. September 2016, 17:00 – 17:45
Anmeldung:

Webinar mit Josef Hörndler
Webinar mit Josef Hörndler

Wichtiger Termin: Ansuchen Zeitkonto bis 30.September möglich

Wer heuer seine Überstunden ansparen, also die Zeitkontoregelung in Anspruch nehmen will, muss das Ansuchen bis spätestens 30. September 2016 über den Dienstweg an den LSR schicken.

-> Info zum Zeitkonto und Vorlage für das Ansuchen (Download)

Auf "Portal Austria" kann kann seit heuer das persönliche Zeitkonto mit den bisher angesparten und verbrauchten Zeitgutschriften als pdf-Datei herunterladen.

Die folgenden Bilder zeigen den "Weg" zum persönlichen Zeitkonto und mehr wichtigen Informationen.

Beachte: Einige Funktionen, wie leider auch das Zeitkonto, funktionieren bei der Verwendung einiger Internet-Browser (zum Beispiel der Explorer/Edge, Google Chrome und Safari) nicht immer. Mit Mozilla Firefox (kostenloses Downlod) funktioniert das Portal tadellos.

Zeitkonto
Zeitkonto

Vortrag Reinhard Kahl: Fässer füllen oder Flammen entzünden

Fässer füllen oder Flammen entzünden
Eine Veranstaltung des Vereins „Gemeinsam Zukunft Lernen“ in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Lustenau.
"Wie eine zukunftsfähige Bildung gelingen kann"
Vortrag des Erziehungswissenschaftlers und Filmemachers Reinhard Kahl
Mittwoch, 21.09.16, 20.00, Reichshofsaal, Lustenau

Reinhard Kahl: Fässer füllen oder Flammen entzünden
Reinhard Kahl: Fässer füllen oder Flammen entzünden

Krankhaftes Festhalten an zu frühem Unterrichtsbeginn

Experten warnen schon seit Jahrzehnten davor, die meisten Schüler/innen leiden fast täglich darunter, Eltern schulpflichtiger Kinder fragen sich: Muss das sein? - und für die nordischen Staaten ist es sowieso ein Tabu: Schulbeginn vor 9:00 Uhr.
Wie bereits des Öfteren auf der ÖLI-HP berichtet, ausführlich diskutiert und argumentiert, beginnt für viele Kinder die Schule einfach zu früh: um Punkt acht - oder früher, wie das in Österreich üblich ist. Denn längst kennen wir aus vielen Studien, welche Nachteile ein zu früher täglicher Schulbeginn für Kinder und Jugendliche bringt, die aufgrund ihres Chronotyps um diese Zeit einfach noch viel zu müde sind. Dabei handelt es sich nicht um ein Minderheitenproblem, sondern es betrifft mehr als die Hälfte der Kinder und über 70% der Jugendlichen.
Das wird auch weiterhin so bleiben, schreibt Georg Renöckl im derStandard.at: "Derzeit sind keine Änderungen geplant", heißt es aus dem Bildungsministerium.
Renöckl beantwortet in seinem Artikel die Frage, müssen Kinder, die nicht so recht aus den Federn kommen, also einfach früher schlafen gehen? So einfach ist das nicht, sagen Mediziner wie Reinhold Kerbl, Vizepräsident der österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin und Vorstand der Kinder- und Jugendabteilung des Landeskrankenhauses Hochsteiermark: "Welcher Chronotyp jemand ist, beruht auf genetischer Veranlagung." Auch das Alter spiele eine Rolle: Bei Pubertierenden verschiebt sich der Schlafrhythmus generell in Richtung „nachtaktiv“. Die Folge: Ständiger Schlafmangel führt zu einem "sozialer Jetlag". Mit teils dramatischen Auswirkungen nicht nur auf die schulischen Leistungen, sondern auch auf die Gesundheit: Chronischer Schlafmangel kann nachweislich zu Wachstumsstörungen, Fettleibigkeit und Depressionen führen.

Deshalb raten die Experten dringend zu einem Experte späterem Beginn.
Obwohl zahlreiche und sehr eindeutige seriöse Studien belegen, dass ein späterer Unterrichtsbeginn für etwa 70 Prozent der Jugendlichen positive Auswirkungen hätte, wird sich laut Bildungsministerium am zu frühen Unterrichtsbeginn nichts ändern. Die Gründe sind vor allem pragmatischer Natur: Arbeitswelt und Schule sind aufeinander abgestimmt, viele Eltern beginnen selbst um acht Uhr zu arbeiten. Dazu kommt, dass Unterricht in Österreich nach wie vor meist vormittags stattfindet: Wenn bis zum Mittagessen fünf bis sechs Unterrichtsstunden durchgezogen werden müssen, geht sich ein späterer Schulbeginn einfach nicht aus.
Es bleibt nur zu hoffen, dass der Ausbau der Ganztagesschulen endlich auch Bewegung in Richtung späteren, den Schüler/innen entsprechenden Beginn des Unterrichtes bringt.

Krankhaftes Festhalten an zu frühem Unterrichtsbeginn Foto: Joachim Wiesner
Krankhaftes Festhalten an zu frühem Unterrichtsbeginn Foto: Joachim Wiesner

FPÖ-Steiermark will Schuluniformen

Der Ruf nach Schuluniform ist ein Klassiker im Bildungsthemasortiment fürs mediale Sommerloch. Diesmal, ein paar Wochen verspätet, kommt er von der FPÖ Steiermark.  Laut steiermark.orf.at wünscht sich die FPÖ Steiermark einheitliche Schulkleidung an allen steirischen Schulen. Der Antrag der steirischen Freiheitlichen, eine diesbezügliche landesweite Befragung an Volks- und Neuen Mittelschulen durchzuführen, wurde vom Landtagsausschuss abgelehnt.
Eigentlich wollen sie, die Steirer-FPÖ, nicht von Schuluniformen sprechen. Sie wollen „einheitliche Schulbekleidung“, stellt FPÖ-Landtagsabgeordneter Marco Triller dem ORF gegenüber klar. Für Burschen soll es eine Hose und ein T-Shirt, für die Mädchen ein Kleid sein. Und, weil Schulautonomie aktuell eben schick ist, soll jede Schule sich in Absprache mit den Schülern und Eltern ihre einheitliche Garderobe auswählen dürfen. 
Denn eine einheitliche Schulbekleidung soll laut Triller das „Zusammengehörigkeitsgefühl stärken“, „das Lernverhalten der Schüler mit Sicherheit steigen“ und für die Lehrer/innen in den Volksschulen einfacher sein, „die eigenen Schüler zu erkennen“.
Aber weshalb dann nicht gleich Schuluniformen einführen? Die FPÖ könnte doch aufgrund ihrer diesbezüglichen großen und immer noch aktuellen Erfahrungen die Schulen kompetent beraten - zumindest was die Uniformen für Burschen…. betrifft.

FPÖ-Steiermark will Schuluniformen
So nicht mehr! Wünscht sich die FP-Steiermark. Foto: Joachim Wiesner

Lassen Sie sie in die Schule gehen, Frau Ministerin!

Drei Tage vor Schulbeginn erfahren plötzlich 126 junge Flüchtlinge aus Oberösterreich, dass sie nicht mehr in die Schule gehen dürfen1.
Grund ist eine neue Regelung aus dem Bildungsministerium: Geflüchtete Jugendliche dürfen kein 10. Schuljahr mehr als außerordentliche SchülerInnen absolvieren. Selbst wenn die Schulen sie als außerordentliche SchülerInnen aufnehmen wollten, dürften sie das nicht. Auch das Geld für zusätzliche Deutschkurse an der Schule fällt dadurch weg.
Immer wird davon gesprochen, wie wichtig Integration ist – gerade bei Jugendlichen. Das Bildungsministerium macht Integrationsbemühungen zunichte, wenn es junge Menschen aus ihrem Umfeld reißt und ihnen die Bildung verweigert. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Kinder in die Perspektivlosigkeit geschickt werden! Sie sollen die Möglichkeit bekommen, mit Gleichaltrigen zu lernen.

Mach mit und fordere Bildungsministerin Sonja Hammerschmid per Mail auf, umgehend Voraussetzungen zu schaffen, damit diese Jugendlichen – wie alle ihre MitschülerInnen – in die Schule gehen dürfen.  >>> LINK zum Mitmachen

 

Reinhart Sellner schrieb der Ministerin:

 

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Dr.in Sonja Hammerschmid,

ich musste erfahren, dass junge Flüchtlinge noch immer kein freiwilliges 10. Schuljahr mehr absolvieren dürfen, das ihnen  nach Flucht und Unsicherheit endlich den sicheren, geordneten schulischen Alltag bietet, gemeinsam mit anderen Jugendlichen, und der ihnen die Möglichkeit  Deutsch zu lernen. In Oberösterreich wurde ihnen diese Verweigerung von sozial-integrativer schulischer Bildung drei (!) Tage vor Schulbeginn mitgeteilt.
Wenn man junge Menschen, die ohnehin in einer äußerst schwierigen Situation sind, plötzlich aus ihrem Klassenumfeld reißt und ihnen den Zugang zu Bildung verweigert, werden Integrationsbemühungen von LehrerInnen, Integrationsbeauftragten und NGOs zunichte gemacht. Lassen Sie nicht zu, dass diese Jugendlichen in die Perspektivlosigkeit geschickt werden!
Ich fordere Sie auf, umgehend Voraussetzungen zu schaffen, damit diese jungen Menschen weiterhin  in die Schule gehen und Deutsch lernen dürfen.

Glück auf, trotz alledem + freundliche Grüßen
Reinhart Sellner

'aufstehn

Lehrer/innenjobbörse: "Get your teacher"

Steirische Direktoren holen sich ihre Lehrer/innen von der "Jobbörse"
Eine Lobeshymne von Walter Müller im derstandard.at zur neuen Online-Jobbörse für Lehrer/innen.
Eine AHS-Direktoren und die amtsführende steirische Präsidentin des Landesschulrates, Elisabeth Meixner, kommen in diesem Artikel zu Wort. Und von ihnen hört man nur überschwängliches Lob. So funktioniert die Online-Tool „Get your teacher“: Jede Lehrerin, jeder Lehrer, die/der einen Job beim Landesschulrat will, muss sich über diese Online-Plattform bewerben. Das betrifft auch Lehrer/innen, die sich von einer Schule versetzten lassen wollen. Die Direktor/innen können dann über die Internetplattform eine Vorauswahl der Lehrer/innen, die sie benötigen und deren Anforderungsprofil der Schule am weitesten entgegenkommen, selbst vornehmen und eine Zuweisung beim Landesschulrat beantragen.
"Das ist eine absolute Verbesserung zu früher, ich bekomme jetzt genau den Lehrer oder die Lehrerin, den oder die wir an unserer Schule brauchen", schwärmt Eva Ponsold, Direktorin des Grazer Wirtschaftskundlichen Gymnasiums WIKU. Weshalb der Parteieneinfluss durch das System gestoppt wird, wie Ponsold meint, begründet sie damit, dass „auf der elektronischen Plattform nichts über eine Parteizugehörigkeit“ stehe. Das ist allerdings interessant. Denn das dürfte wohl den allermeisten Österreicher/innen, sicher auch den Steirer/innen, nicht bekannt gewesen sein, dass bisher ein/e Lehrer/in in den Bewerbungsunterlagen ihre Parteizugehörigkeit angeben mussten. Aber sie ihr sei das „ohnehin so was von egal", sagt Ponsold, "und ich kann behaupten, ich spreche für zumindest 80 Prozent der Direktoren." Bravo! Das ist zumindest eine Ansage, die dem Landesschulrat (LSR) wohl wenig Freude machen wird, unterstellt sie doch damit, dass vor der Einführung der Online-Bewerbung und der Zuteilung durch den LSR, die Parteizugehörigkeit von doch wesentlicher Bedeutung war.
Laut derstandard.at zeige sich die amtsführende steirische Präsidentin des Landesschulrates, Elisabeth Meixner, mit dem bisherigen Verlauf des Pilotprojektes rundum zufrieden: "Das Projekt läuft mit großem Erfolg, da sich die einzelnen Schulen wirklich die Bewerber und Bewerberinnen aussuchen können, die dem Anforderungsprofil der Schule entsprechen. Aufgrund dieses großen Erfolges wird unser System nun von anderen Bundesländern übernommen."
Also alles gut!
Im Artikel wird nicht erwähnt, dass die Direktor/innen und die Schulbehörde ebenfalls Eintragungen in das Profil der/des Bewerber/in durchführen können. Die, und das gibt zu denken, der/die Bewerber/in nicht sehen kann. So waren zumindest die Informationen, die vor ein paar Monaten öffentlich geworden sind. Auf meine bisherigen Recherchen und Nachfragen in der Schulbehörde, wurde dies nicht dementiert.

Lehrer/innenjobbörse: "Get your teacher"
Online-jobbörse: "Get your teacher"

Rundschreiben über die Anrechnung von Vordienstzeiten

Das Bundeskanzleramt hat zur Vordienstzeitenan-rechnung, zum Vorbildungsausgleich usw. für die Berechnung des Besoldungsdienstalters (endlich) ein Rundschreiben versandt.

Es geht um die Umsetzung der Bundesbesoldungs-reform 2015, die mit dem Ersatz der Besoldungsrele-vanten Messgröße „Vorrückungsstichtag“ durch das „Besoldungsdienstalter“ und die Anrechnung der Vordienstzeiten von Grund auf neu regelt.

Deshalb war für die praktische Umsetzung der neuen Gesetzeslage eine Neudefinition der Richtlinien durch das Bundeskanzleramt für die Anrechnung der Vordienstzeiten und des Vorbildungsausgleiches für die Ermittlung des Besoldungsdienstalters, dringend erforderlich.

Leider legt das BKA das Gesetz, dem Spargedanken folgend, sehr restriktiv aus. Zumindest wird diesbezüglich eine Gleichbehandlung aller Betroffenen angestrebt. Denn Abweichungen von den Richtlinien und Grundsätzen durch die Dienstbehörden und Personalstellen sollten, wenn möglich, „zur Wahrung des einheitlichen Vollzugs und der Gleichbehandlung aller Bediensteten vor dem Gesetz“ nur im Einzelfall und nur bei Vorliegen außergewöhnlicher Umstände, die ein Abgehen von diesen Richtlinien unumgänglich machen, möglich sein.“ Die Gründe für ein Abgehen von den Grundsätzen müssen entsprechend umfangreich dargelegt und zu dokumentiert werden.

Geschäftszahl: BKA-921.000/0027-III/5/2016

Titel: Rundschreiben über die Anrechnung von Vordienstzeiten

Rundschreiben über die Anrechnung von Vordienstzeiten  Geschäftszahl: BKA-921.000/0027-III/5/2016
Rundschreiben über die Anrechnung von Vordienstzeiten

Aktuelle Prüfungsgebühren ab 01. September 2016

Im Rundschreiben Nr. 10/2016 des Bundesministeriums für Bildung (BMB) wurden die aktuellen valoriesierten Beträge für die Abgeltung von Prüfungen veröffentlicht.

Gary Fuchsbauer hat daraus die aktuellen Prüfungsgebühren berechnet und angepasst. Die ab 1. September 2016 gültigen Prüfungsgebühren wurden entsprechend der Gehaltserhöhung 2016 geändert.

Wie jedes Jahr gibt es von der ÖLI-UG eine Zusammenfassung der aktuellen Prüfungsgebühren auf einer A4-Seite als Download zum ausdrucken und aufhängen.

Im Dienstrechtsskriptum der ÖLI-UG sind die Prüfungsgebühren auf Seite 71 – 74 im Detail aufgelistet und ebenfalls aktualisiert.

Beides findet ihr als Download unter diesem Link.

Prüfungsgebühren 2016
Prüfungsgebühren 2016

PHV: Anmeldung zu Fortbildungen im WS 2016/17 bis 19. September 2016

Information der PHV

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass die Anmeldefrist für Fortbildungsveranstaltungen an der PH Vorarlberg für das Wintersemester 2016/17 vom 1. bis 19. September 2016 über PHonline möglich ist. Anschließend beginnt die Dienstauftragsphase, die Fixplatzvergabe erfolgt am 11. Oktober 2016.
Die aktuellen Studienverzeichnisse wurden an die Dienststellen geliefert. Die PDF-Ausgabe des Studienverzeichnisses kann von der Website der PH Vorarlberg abgerufen werden:
Zur Anmeldemaske:
Die Studienabteilung der PH Vorarlberg steht für Anfragen MO - FR, von 08:00 - 16:00 Uhr (05522/31199-300 oder 05522/31199-400), gerne zur Verfügung

Pädagogische Hochschule Vorarlberg PHV

Zentralmatura: "Nur mehr ein Hauptfach in der Maturaklasse: Mathematik!"

Leserbrief Der Standard von Wolfgang Berchtold

Zum Bericht von Lisa Nimmervoll bzw. zu den Aussagen von Mathematikdidaktiker Werner Peschek

Matura Probleme

Der Mathematikdidaktiker Peschek meint am 29.6. im Standard, die Schüler hätten die Mathematura „nicht so hundertprozentig ernst genommen“. Diese Aussage zeigt, wie wenig Bezug die Schultheoretiker zum Schulalltag haben. Die Zentralmatura hat nämlich ganz im Gegenteil dazu geführt, dass es in den Maturaklassen nur noch ein Hauptfach gibt, nämlich Mathematik. Ich bin Deutschlehrer an einer Oberstufe und muss den Aussagen von Herrn Peschek heftig widersprechen. Während der gesamten 8. Klasse spielen alle anderen Fächer eine Nebenrolle: an Wochenenden, Feiertagen und während der Ferien wird nur noch Mathe gebüffelt. Mit der Konsequenz, dass sich der Großteil der MaturantInnen mit ihrer Schwäche auseinandersetzt und kaum Zeit für ihre Stärken bleibt. Was wir brauchen ist eine Matura, die es den SchülerInnen erlaubt, Schwerpunkte nach Begabungen zu setzen. Sinnvoll wäre eine Wahlmöglichkeit zwischen zwei Schwierigkeitsgraden, einer A- und B-Matura. Der Schüler wählt zwei A-Fächer und ein B-Fach. Der mathematisch begabte Schüler, der auch ein technisches Studium anstrebt, wählt z.B. die anspruchsvolle Mathematura (A), der Sprachbegabte die gehobene Englisch-Matura. Das derzeitige Übergewicht an Mathematik für alle ist ein Unding und verhindert, dass sich MaturantInnen mit Freude und Motivation auf ihre Matura vorbereiten.

Zentralmatura: "Nur ein Hauptfach in der Maturaklasse: Mathematik!"
Zentralmatura: "Nur ein Hauptfach in der Maturaklasse: Mathematik!"

Zentralmatura: Vorarlbergs Bildungspolitiker/innen wollen vollständige Offenlegung der Detailergebnisse - Lehrervertreter dagegen.

Wie vorarlberg.orf.at/news berichtet, wurde in Vorarlberg eine mit den Bildungssprecher/innen aller Fraktionen im Landtag politisch besetzte Arbeitsgruppe eingerichtet, die Maßnahmen zur Verbesserung des Bildungsniveaus prüfen soll.
Der Grünen-Bildungssprecher Daniel Zadra und seine Kollegen von FPÖ, SPÖ und NEOS fordern jetzt eine Offenlegung aller Detail-Ergebnisse der Zentralmatura – bis zu einzelnen Klassenergebnissen. Die ÖVP-Bildungssprecherin Barbara Schöbi-Fink ist noch skeptisch.
Die Lehrervertreter lehnen das ab. Für sie ist die eilige Einrichtung einer rein politischen Arbeitsgruppe ein „Akt der Verzweiflung“ ohne erkennbaren Problemlösungshorizont. Auch das Risiko des Durchsickerns der Daten an die Medien bestehe und vor allem sollte eine fundierte Analyse der Detailergebnisse sinnvollerweise durch Experten und nicht Politiker erfolgen.
Für AHS-Lehrervertreter Gerhard Pusnik kommt das nicht infrage. Für eine fundierte Analyse braucht es laut Pusnik keine Veröffentlichung von Daten. Dies sei nur dazu geeignet, einen Schuldigen zu suchen. Pusnik hält die neue Arbeitsgruppe generell für einen Akt der Verzweiflung. Die Probleme seien nicht neu, doch sei ihnen die Politik seit Jahren mit Ignoranz begegnet.
Auch BHS-Lehrervertreter Manfred Sparr ist gegen eine Offenlegung - zumal eine Analyse der Ergebnisse die Aufgabe von Fachexperten sei und nicht von Politikern.

Matura: Vorarlbergs Bildungspolitiker/innen wollen vollständige Offenlegung der Detailergebnisse - Lehrervertreter dagegen.
Matura: Vorarlbergs Bildungspolitiker/innen wollen vollständige Offenlegung der Detailergebnisse - Lehrervertreter dagegen.

Schulrankings: Was spricht dafür und was dagegen?

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) gibt die einzelnen Schulergebnisse bei der Matura nicht an die Öffentlichkeit. Das wird nicht von allen gutgeheißen, auch die Bildungsforscher sind sich bei der Beurteilung der Frage, ob ein Schulranking gut oder schlecht ist, nicht einig. Seit es standardisierte Tests wie die Zentralmatura gibt, stellen viele die Frage: Warum werden Resultate der Schulen nicht veröffentlicht? (Bernadette Bayrhammer in diepresse.com).
Die Argumentation des Bundesministeriums für Bildung BMB ist kurz und nachvollziehbar: „Wir wollen keine Schulen schlechtmachen.“ Frei übersetzt: Wenn man in Österreich eine solche Liste veröffentliche, beginne das Bashing einzelner Standorte. Jene Schulen, die es ohnehin schon schwieriger hätten, würden auch noch an den Pranger gestellt, so Bernadette Bayrhammer.
Das Ministerium, die Landesschulräte/der Stadtschulrat kennen die Ergebnisse der zentralen Tests, die Schulen und die Lehrer/innen wissen ebenfalls ihre Ergebnisse. Man wisse anhand dieser Daten, welche Schulen schlecht seien – und arbeite gemeinsam mit der Schulaufsicht daran, sie zu verbessern, stellt das BMB klar.
Ein aktuelles Beispiel aus Vorarlberg unterstreicht die Befürchtungen des BMB. Die Nennung jener Schulen in den Medien, die bei der Zentralmatura oder anderen standardisierten Tests schlecht abgeschnitten haben, nützen niemanden, sondern fügen den betroffenen Schulen einen, unter Umständen großen Imageschaden zu. Das wirkt sich wohl oder übel negativ auf die zukünftigen Schüleranmeldungen aus, das wiederum macht den Einsatz notwendiger und spürbarer Verbesserungsmaßnahmen deutlich schwieriger, vielleicht sogar unmöglich.

Die Junos - jungen Neos - sehen das anders. Sie wollen Schulen vergleichen, damit die Qualität steigern und Schüler/innen einbinden. Und all das sei „mit der Geheimniskrämerei des Bildungsministeriums rund um die Zentralmatura nicht möglich“, beklagen sie im Facebook und wollen deswegen „das Heft selbst in die Hand“ nehmen und „starten ‪#‎MaturaLeaks‬!“. NEOS Nationalratsabgeordnete Claudia Gamon postet dazu: „Unsere neue Bildungsministerin will die Schulergebnisse bei der Zentralmatura nicht veröffentlichen. Aber nur wenn wir hier transparent sind, können wir schwächere Standorte gemeinsam dabei unterstützen, besser zu werden. Schülerinnen und Schüler, sagt uns wie die Matura bei Euch an der Schule ausgefallen ist.“
Die „geleakte“ Schule in Vorarlberg könnte doch bei den jungen NEOS einmal anklopfen und nachfragen, wie sie, die Junos, in dieser Situation „schwächere Standorte gemeinsam dabei unterstützen [können], besser zu werden“. Nachfragen kost ja nichts, od´r!?  

Schulbashing wegen Schulranking?
Schulbashing wegen Schulranking?

BMB will neue Leistungsbeurteilung und -beschreibung

Weil die Schulnoten oft nicht ein realistisches Abbild der Schüler/innen-Leistung geben, will das Bundesministerium für Bildung (BMB) ein neues System zur Leistungsbeurteilung und -beschreibung entwickeln: Ein Kompetenzraster soll dafür sorgen, dass Lehrer sich bei der Beurteilung nicht mehr an der Durchschnittsleistung der jeweiligen Klasse orientieren, berichtet orf.at.
Hans Neuweg, Abteilungsleiter für Wirtschafts- und Berufspädagogik an der Universität Linz und selbst viele Jahre Lehrer, sieht die Ursache der oft nicht aussagekräftigen Schulnoten nicht in einer unfairen und willkürlichen Benotung durch die Lehrer/innen. Sondern meint, dass die Pädagog/innen die Rangfolge bei der Leistung der Schüler/innen einer Klasse sogar sehr gut einschätzen - erst bei der Betrachtung über Klassen und Schulen hinweg hinkt die Vergleichbarkeit.
Obwohl die alte, aber immer noch aktuelle Leistungsbeurteilungsverordnung definiert, wie die Leistungen der Schüler/innen zu beurteilen sind, glaubt Neuweg, es gäbe „derzeit keine genaue Definition, was ein ‚Sehr Gut‘, ein ‚Gut‘ etc. eigentlich genau ist.“ Und deshalb orientierten sich Lehrer/innen bei ihrer Benotung - bewusst oder unbewusst - immer auch an dem Leistungsdurchschnitt, den es in der jeweiligen Klasse gibt.
Laut orf.at erarbeitet das BMB mit Lehrer/innen aus der Schulpraxis Kompetenzraster für jedes Fach und jede Schulstufe der Sekundarstufe. Diese sollen klar darstellen, wofür eine Note tatsächlich steht: Auf einem A4-Blatt pro Schüler und Semester soll dann ersichtlich sein, welche Teile des Lehrplans er schon beherrscht und wo er sich noch verbessern muss.

Kommt eine neue Leistungsbeurteilungsverordnung?
Kommt eine neue Leistungsbeurteilungs- verordnung?

Zentralmatura: Schönreden macht`s nicht besser

Durch die Kompensationsprüfungen konnte zwar das eher schlechte Abschneiden in der schriftlichen Matura einigermaßen korrigiert werden, trotzdem müssen nach den Ergebnissen der heurigen Zentralmatura noch einige dringende Fragen beantwortet werden.

Große Leistungsunterschiede überall

Genauestens analysiert werden müssen jedenfalls die Ursachen der teils gravierend unterschiedlichen Ergebnisse  zwischen den Bundesländern, Schultypen, Schulen und Klassen (Details werden leider vom bmbf unter Verschluss gehalten) in allen drei schriftlichen Maturafächern. Vor allem auffällig ist der Gender-Effekt bei den Leistungen in Englisch und Mathematik. Eine gute zusammenfassende Analyse dazu machte von Sebastian Fellner im derStandard.at

Wer sucht die Fehler?

Wichtig ist jedenfalls, dass nicht wie bisher üblich wieder das BIFIE selbst seine Arbeit evaluiert, sondern die Analyse/Untersuchung extern durchgeführt wird. Sonst, so die bisherigen Erfahrungen, werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit noch lange auf ein gutes Funktionieren der Zentralmatura warten müssen.  

Abschaffung der Kompensationsprüfung?

Die Abschaffung der Kompensationsprüfung zu fordern, wie dies der Sprecher der AHS-Direktoren, Wilhelm Zillner und der Klagenfurter Mathematikdidaktiker Werner Peschek medial sehr erfolgreich tun, lenkt die Diskussion in eine falsche Richtung. Das sieht auch BHS-Lehrervertreter Himmer (fsg) im Interview im der.standard.at so: „"Das gab es ja auch bei der alten Matura, und die Fragen sind ja auch für diese Prüfung zentral erstellt. Dass so viele danach positiv waren, ist eigentlich ein Zeichen, dass sie die Chance genützt und sich darauf besonders konzentriert haben. Das gehört zu einer fairen Prüfung dazu – gerade bei so einer Einmalprüfung." Zillner glaubt jedoch, dass „man“ bei der mündlichen Kompensationsprüfung „ein wenig die Objektivität“ verliere, „weil es menschelt". Diese Aussage hat es in sich. Unterstellt er und Peschek doch damit den Direktor/innen, dass sie entweder als Kommissionsvorsitzende oder Kommissionsmitglieder in der Funktion der Schulleiter/in unkorrekte, weil nicht objektive Kommissionsbeschlüsse tolerieren. Ein dienstrechtlich heikles Vergehen. Und wenn der Sprecher der AHS-Direktor/innen mangelnde Objektivität bei den mündlichen Kompensationsprüfungen diagnostiziert, müsste er doch bei allen mündlichen Reifeprüfungen zum selben Ergebnis kommen. Will er diese auch abschaffen?

Ergebnisse Zentralmatura 2015 2016
AHS
Ergebnisse Zentralmatura 2015 2016
BHS

Offizielle Ergebnisse der schriftlichen Ru(D)P AHS+BMHS 2015/16

Erste Ergebnisse der schriftlichen Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung

an AHS/BHS/Bildungsanstalten im Haupttermin 2015/16
Zu den detaillierten Notenverteilungen vgl. Tabellen und Grafiken (>> Download)
Gesamte Pressemitteilung (>> Download)

 

Auszug aus der Pressemitteilung des bmbf

Ergebnisse nach Schularten
Die schriftliche Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung haben bestanden:
Gesamt:
o    99,0% der Kandidat/innen in Deutsch
o    96,7% der Kandidat/innen in Englisch
o    93,8% in Mathematik bzw. Angewandter Mathematik
AHS:
o    98,9% der Kandidat/innen in Deutsch (2015/16: 99,5%)
o    97,9% der Kandidat/innen in Englisch (2015/16: 97,9%)
o    93,1% in Mathematik (2015/16: 96,7%)
BHS:
o    99,1% der Kandidat/innen in Deutsch
o    95,5% der Kandidat/innen in Englisch
o    94,6% in Angewandter Mathematik

 

Bei einem Vergleich der Ergebnisse der Schularten ist darauf Bedacht zu nehmen, dass sich die Konzeption der schriftlichen Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung an den lehrplanmäßigen Erfordernissen der jeweiligen Schulart orientiert. Daher gibt es in einigen Prüfungsgebieten Abweichungen zwischen den Prüfungsformaten sowie in der verpflichtenden Wahl der Prüfungsgebiete.


Ergebnisse nach Bundesländern
Die Ergebnisse differieren z.T. deutlich zwischen den Bundesländern. Unterschiede sind vor den Kompensationsprüfungen deutlicher sichtbar.
Ausgewählte Ergebnisse:
AHS:
o    Deutsch: Die Sehr-gut-Quote liegt in den Bundesländern zwischen 13,3% in Vorarlberg und 21,0% Kärnten (jeweils vor den Kompensationsprüfungen), die Zahl der Nicht genügend zwischen 4,2% (Oberösterreich) und 9,3% (Burgenland). Nach den Kompensationsprüfungen liegen die Nicht-genügend-Quoten der Bundesländer zwischen 0% und 2,5%.
o    Englisch: hohe Quote an Sehr gut (31,5%) und niedrige Nicht-genügend-Quote (3,9%) in Wien, ähnlich in Oberösterreich (27,4% Sehr gut, 3,7% Nicht genügend) – alles vor den Kompensationsprüfungen
o    Mathematik: Nicht-Genügend-Quoten schwanken zwischen 13,4% in Oberösterreich und 33,2% in Vorarlberg; nach den Kompensationsprüfungen liegen die Nicht-genügend-Quoten zwischen 2,7% und 9,9%.
BHS:
o    Deutsch: Hier hat Kärnten vor den Kompensationsprüfungen mit 1,2% die niedrigste Nicht-genügend-Quote und die höchste Quote an Sehr gut (19,2%).
o    Englisch: Hohe Quote an Sehr gut in Wien (19,9%). Geringste Nicht-genügend-Quote in Tirol (7,4%). Nach den Kompensationsprüfungen bewegen sich alle Bundesländer zwischen 2,8% und 7,8% Nicht genügend.
o    Angewandte Mathematik: Hier ist Oberösterreich vor den Kompensationsprüfungen das beste Bundesland (10,0% Sehr gut, 9,4% Nicht genügend). In Vorarlberg (18,3%), Wien (19,1%) und Salzburg (19,5%) gibt es prozentuell die meisten Nicht genügend. Nach den Kompensationsprüfungen liegen die Nicht-genügend-Quoten zwischen 3,0% und 8,7%.

Ergebnisse Zentralmatura 2015 2016
AHS
Ergebnisse Zentralmatura 2015 2016
BHS

Manfred Deix ist tot – er wird uns fehlen!

Über Jahrzehnte hat er mit seinen Cartoons aktuelle und vor allem wichtige gesellschaftspolitische Themen in seiner unnachahmlichen Art und Weise dargestellt. Seine Aquarelle waren immer der Spiegel der österreichischen Gesellschaft – wahr und schonungslos. Dabei malte er niemals gegen die Schwachen an, sondern gegen Rassismus, Sexismus, Bigotterie, Korruption und Spießbürgertum (ORF). Er wird uns fehlen!
Der Beach Boy unter den Zeichnern. Das Enfant terrible der heimischen Karikaturszene. Keiner konnte die Spezies Österreicher in ihren charakteristischen Ausprägungen so genau beobachten und bis zur Kenntlichkeit so überzeichnen, dass man diesen Figuren tatsächlich immer wieder begegnet. Oder einer den anderen unter fettleibigen, glubschäugigen Gestalten plötzlich erkennt: "Franz, das bist ja du!", schreibt Werner Rosenberger im Kurier.
Und Doris Priesching im Standard: Deix selbst bezeichnete sich als "Lustzeichner", aber auch als "Harmoniejunkie". Und genau so lassen sich seine Kreaturen lesen: Als die ganz normale oder, besser, grindige Grundnatur von Herrn und Frau Österreicher, vornehmlich bei diversen Verrichtungen des Alltags zwischen Sadomaso-Sex und Muttermord inklusive saftigen Versen und allem, was dazugehört: Zumpferln, Dutteln, Wabbelbäuchen, Hängeärschen, Bremsspuren, Ejakulationsflecken.
Er war das Neue, das Unerhörte, das Provokante in Person (News) – und das bis heute.

Manfred Deix ist tot
Manfred Deix ist tot – er wird uns fehlen!

Einladung zum Jahres-Abschluss-Treffen der VLI

Wir laden alle Freunde/innen, Kollegen/innen und Interessierten aus AHS, BMHS, Pflichtschulen, Berufsschulen und Kindergärten ein zum
Jahres-Abschluss-Treffen
am Sonntag, 03. Juli 2016 / ab 18:00 Uhr / Neu Amerika (Anfahrt: Achsiedlung)
(Bei Schlechtwetter: Gemütlicher Hock bei Sabine Mathis, Aureliastraße 4, Bregenz)
• Selbstverpflegung (Grill- und Trinkzeug)
• Gute Laune und
• Badetuch nicht vergessen!


'Tod Ernst', das neue Buch von Andreas Gabriel

"Mein Tod heißt Ernst und eines kann ich jetzt schon sagen:

Er hat mein Leben bereichert" (A. Gabriel)

Lesung:

Andreas Gabriel ( BRG / BORG Schoren )

am Montag, 04. juli 2016
in der Traube/ Alberschwende


Weniger Geld mehr Arbeit für Lehrer/innen im Kanton Luzern

Ein neues Sparpaket des Kantons Luzern sieht drastische Kürzungen bei den Pädagog/innen vor. In der Schweiz sind die Schulen und damit die Gestaltung der Arbeitszeit und der Gehälter für Lehrer/innen hauptsächlich Ländersache.
Die geplanten Maßnahmen der Luzerner Regierung sind sowohl in der Art, als auch in ihrem Ausmaß „schweizweit ein Novum“, berichtet der blick.ch.
Mehrarbeit:
Die Lehrer/innen sollen eine „Lektion“ mehr als bisher unterrichten. Das ärgert Martin Huber, Präsident der Luzerner Schulleiter. Eine Lektion entspreche mit Vorbereiten und Korrigieren etwa zwei Stunden. Künftig müsste demnach eine Luzerner Primarlehrer/in mit Vollpensum wöchentlich 54 statt wie bisher 52 Stunden arbeiten, argumentiert Huber.
Kein „Dienstalters-Geschenk“, weniger Weiterbildung und reduzierte Altersentlastung:
Die Mehrarbeit und die weiteren geplanten Sparmaßnahmen der Luzerner Regierung ergeben eine massive Belastung für die Pädagog/innen. Zu nenen wäre da zum Beispiel die Streichung des Bonus nach 10, 20, 30 oder 40 Berufsjahren in Form von Ferien oder Geld, weniger Geld für die Weiterbildung und die Reduktion der Altersentlastung,  „Das birgt Risiken“, meint Martin Huber. „Wenn die Arbeitsbedingungen schlechter werden, verschärft sich der Fachkräfte-Mangel noch weiter.“
Demotivation und „Abwanderung“:
Die Lehrer/innen haben genug von den sukzessiven Verschlechterungen der letzten Jahre. Besonders das Streichen des Dienstalters-Geschenks trifft sie emotional: „Das Schlimmste daran ist die mangelnde Wertschätzung“, beklagt eine Lehrerin. Auch die Erhöhung der Lektionen sei ein harter Brocken, denn schon „heute ist die Belastung massiv.“
Die Folgen der destruktiven Schulpolitik sind bereits heute spürbar. Weil in den meisten anderen Kantonen die Arbeitsbedingungen attraktiver sind, wandern die Lehrer/innen dorthin ab. Mit den geplanten Verschlechterungen schwindet natürlich auch die Motivation. Man erhöht das Arbeitspensum des Lehrpersonals und streicht gleichzeitig die Anerkennung.
Kommt das Sparpaket wie geplant, wird es zwangsläufig Abstriche geben. Dennoch darf die Unterrichtsqualität nicht sinken, meint eine Lehrerein zum „Blick“. „Zuerst werden deshalb Aktivitäten gekürzt. Dazu gehören Klassenlager, Exkursionen oder der Sporttag. Zu den Verlierern zählen auch die Kinder.“

Weniger Geld mehr Arbeit für Lehrer/innen im Kanton Luzern/Schweiz
Foto: Wiesner Joachim Schweres Belastungspa- ket für Luzerner Lehrere/innen geplant.

Nach den Kompensationsprüfungen: Erste inoffizielle Ergebnisse

Wie im letzten Jahr, konnte die Mehrzahl der Maturant/innen ihre(n) „Fünfer“ in der schriftlichen Reife- bzw. Reife-und Diplomprüfung durch die Kompensationsprüfung ausbessern.
Vom Ministerium gibt es, wie berichtet, bis 24. Juni keine offiziellen Zahlen zu den Ergebnissen der heurigen Zentralmatura. Wie die diePresse.com berichtet, sind aus Oberösterreich konkrete Zahlen durchgesickert: In Mathematik waren vor der Kompensationsprüfung 15,5 % negativ. 2015 waren es 6,3 %. Nach den Kompensationsprüfungen hat sich das Ergebnis deutlich verbessert. Noch 4,5 % sind negativ. Im Vorjahr waren es noch 4 %. In Englisch bleiben nach der Kompensationsprüfung von 4,5 % negative Beurteilungen noch 2% über. In Deutsch von knapp 4 % noch 0,6 %.
Sehr erfreulich sind die Ergebnisse an der größten Schule Österreichs, der HTL Mödling. Direktor Harald Hrdlicka verriet im Gespräch mit der „Presse“, dass von den 350 Maturant/innen nach den Kompensationsprüfungen in Mathematik ein einziger Schüler negativ ist. Vor der Kompensationsprüfung waren noch acht Schüler/innen in Mathematik negativ.

Nach den Kompensationsprüfungen ist alles wieder gut ... ?
Nach den Kompensationsprüfungen ist alles wieder gut ... ?

NOST-Option jetzt auch für die BHS

Weil die „Bildungsreform: Schulrechtspaket Teil 1“ jetzt den Unterrichtsausschuss passiert hat und der Ministerrat den Beschluss gefasst hat, kommen die ersten offiziellen Informationen vom bmbf an die Elternverbände und die Schulaufsicht und dann wohl bald auch an die Schulen (hoffentlich).
Also, so gut wie fix ist, dass jetzt auch die BMHS, nicht nur die BMS und die AHS, autonom die Einführung der Oberstufe NEU auf 2018/19 bzw. 2019/20 verschieben können. Spätester Termin für die Entscheidung/das Ansuchen wird derzeit der 1. Dezember angegeben.
Die Entscheidung obliegt dem/der Direktor/in nach Anhörung des Schulgemeinschaftsaus-schusses (SGA). Der SGA hat ein „Anhörungs“- aber kein Entscheidungsrecht.

Und welche Rolle spielt dabei der Dienststellenausschuss? Für den Vorsitzende des Fachausschusses Vorarlberg BMHS wird dies im Personalvertretungsgesetz (PVG) geregelt: "Weil sich die NOST auf die Diensteinteilung und Arbeitsorganisation der Lehrer/innen auswirkt, muss die Schulleitung aufgrund des PVG §9 Abs. 2 den Dienststellenausschuss in die Entscheidung einbinden, konkret: das Einvernehmen herstellen." Deshalb empfiehlt der Vorsitzende, "im Vorfeld der Entscheidung eine Konferenz durchzuführen". Eine Abstimmung über die zu wählende NOST-Option im Rahmen der Konferenz wäre wohl die optimale Vorgangsweise, meint der Personalvertreter aus dem Ländle.

Grundstruktur der NOST
Grafik bmbf: Grundstruktur der NOST

Mitterlehners Angriffe auf die Sozialpartnerschaft – Ein Remake der Schüssel/Haider-Politik?

Schlussendlich ist die absurde Kritik des Vizekanzler Reinhold Mitterlehner an der Sozialpartnerschaft der Versuch, diese Abzuschaffen. Wer wissen will, was in Österreich ohne die Sozialpartnerschaft passiert, muss sich nur an die Regierungszeit der ÖVP/FPÖ Koalition in Erinnerung rufen. In dieser Zeit war die Sozialpartnerschaft de facto nicht mehr vorhanden. Die Folgen spüren wir noch heute und sie werden uns noch einige Jahre weh tun.
Mitterlehner geht noch einen Schritt weiter. Mit seiner Kritik beabsichtigt er in erster Linie die Schwächung der Arbeitnehmervertretung in der Sozialpartnerschaft. Der Wirtschaftsblock soll seinen politischen Einfluss weiter ausbauen dürfen. Mitterlehner forderte nach dem gestrigen Ministerrat etwa eine komplette Umorientierung auf das, was Österreich brauche und nicht, was die jeweilige Klientel gerade brauche (ORF Vorarlberg). Und fügte erklärend ein Beispiel an, das die Arbeitnehmervertreter als unverantwortlich und eigennützig diffamierte. 
Dementsprechend fallen die Reaktionen der Sozialpartner auf die Kritik Mitterlehners unterschiedlich aus. Heftige Kritik der Arbeitnehmervertretungen und Zurückhaltung bis leise Zustimmung von der Arbeitgeberseite und der Landwirtschaftskammer.
Nicht so in Vorarlberg:  Wieder einmal stößt der Chef des Vorarlberger ÖGB, Norbert Loacker, all jene vor den Kopf, die er eigentlich vertreten sollte und die dafür ordentlich Beiträge zahlen, wenn er gegenüber den ORF Vorarlberg zum Besten gibt, dass Mitterlehner “gar nicht so unrecht habe“ und ergänzt konspirativ, „auch in Vorarlberg sei die Sozialpartnerschaft zu Sausgruber-Zeiten eine andere gewesen“.  Meinte er damit vor allem Schüssel/Haider- Phase? Ja, was mein er denn überhaupt?
Wie absurd die Vorwürfe gegen die Sozialpartner sind, vor allem jener, dass sie reine Klientelpolitik betreiben, analysiert Conrad Seidl im derStandard.at „Sozialpartner: Es lebe die Klientelpolitik!“
Die Regierung sollte die Sozialpartner nutzen, anstatt sie zu verärgern, mahnt Seidl, denn die Organisationen der Sozialpartner sind dazu da, die Interessen ihrer Mitglieder durchzusetzen – gegen die Interessen, die andere Sozialpartnerinstitutionen haben mögen. Und gegen Vorhaben von Regierungen und Parlamenten. Wenn es nicht anders geht, auch mit Demos und Streiks.
Dabei ist diese Kritik auch deshalb ungerecht, weil die Sozialpartner oft besser als die Parteien sind, wenn es um das Schließen von Kompromissen geht: In Bildungsfragen etwa sind sich Wirtschaftskammer und Industrie einerseits sowie AK und ÖGB andererseits mehr einig als SPÖ und ÖVP, die einander in der Regierung blockieren. Die Sozialpartner haben sogar ein gemeinsames Konzept erstellt, stellt Seidl fest.

Mitterlehners Angriffe auf die Sozialpartnerschaft – Ein Remake der Schüssel/Haider-Politik?
Mitterlehner: Ein Remake der Schüssel/Haider-Politik

Wir laden euch herzlich zur nächsten VLI-Sitzung ein

Montag, 06. Juni 2016 19:30 Uhr - Gh Engel in Götzis Hauptstraße 31
Unsere Themen:
•    Matura Neu: Reife Prüfung?  
•    AHS und BMHS Bundestage: GÖDlich getagt?  
•    Anstellungssituation: Voll beschäftigt?
•    Aus- und Einsichten
•    Termine und Veranstaltungen
•    Allfälliges


Nationaler Bildungsbericht 2015: Abschaffung der Noten in der VS und Einführung der Gesamtschule

Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band
Der Nationale Bildungsbericht Teil 3 (Band 2) ist wie Teil eins (2009) und zwei (2012) in einer Kooperation zwischen dem BIFIE und dem IHS entstanden und „dient als empirische und wissenschaftliche Grundlage für die bildungspolitische Diskussion und Steuerung des Schulwesens in Österreich. Band 2, "Fokussierte Analysen bildungspolitischer Schwerpunktthemen", enthält Expertisen führender österreichischer Bildungswissenschaftlerinnen und Bildungswissenschaftler zu zentralen Entwicklungsthemen und Problemfeldern des Schulwesens.“ (Hrsg.)
Zwei Punkte sind in diesem Bericht besonders erwähnenswert:
Die vollständige Abschaffung der Ziffernoten in der Volksschule und
die Forderung der Einführung der Gesamtschule auch in der Sekundarstufe I
"Eine vollständige Abschaffung der Ziffernnoten in der Volksschule könnte zu einer leistungsförderlicheren Beurteilungspraxis beitragen, die jedenfalls das Erreichen der Mindeststandards garantiert". Hauptproblem ist derzeit die zwingende Notengebung in der vierten Klasse. Sie soll die AHS-Reife festlegen, was in Bezug auf den signifikanten Zusammenhang der Mathematiknoten mit dem Bildungsstand der Eltern und der Tatsache, dass "die Volksschule zu extrem positiven Beurteilungen tendiert“, zu einer problematischen Skalenverzerrung führt und damit die fragwürdige Aussagekraft der Noten im Allgemeinen noch verstärkt.
Außerdem führt die Erfüllung der Erwartungen der Eltern durch die Lehrer/innen dazu, „dass die Abschlussnoten kontinuierlich ansteigen und der Zugang zur AHS immer weniger von tatsächlichen Fähigkeiten und Kompetenzen, sondern stärker von der Beziehungen, der sozialen Durchsetzungsfähigkeit und der Bildungsaspiration der Eltern abhängt", zitiert kurier.at aus dem Bericht.
Die Abschaffung der Ziffernoten reicht aber bei weitem nicht aus. Die Autoren sprechen sich generell gegen seine Selektion der Kinder in AHS und Neue Mittelschule mit zehn Jahren aus: "Eine Fortführung des Gesamtschulkonzepts in der Sekundarstufe würde die Transition deutlich vereinfachen."
Die Kapitel des Bildungsberichts 2015:
Kapitel 1: Die österreichische Volksschule
Kapitel 2: Leistungsbeurteilung unter Berücksichtigung ihrer formativen Funktion
Kapitel 3: Medienkompetenz fördern – Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter
Kapitel 4: Auf die Mitschüler/innen kommt es an? Schulische Segregation – Effekte der Schul- und Klassenzusammensetzung in der Primarstufe und der Sekundarstufe I
Kapitel 5: Früher Bildungsabbruch – Neue Erkenntnisse zu Ausmaß und Ursachen
Kapitel 6: Schulleitung im Wandel: Anforderungen an eine ergebnisorientierte Führungskultur
Kapitel 7: Schulautonomie oder die Verteilung von Entscheidungsrechten und Verantwortung im Schulsystem
Kapitel 8: Ein pragmatischer Zugang zu einer Policy-Analyse: Bildungsfinanzierung als Governance-Problem in Österreich
Kapitel 9: Zusammenfassung der Herausgeberinnen und Herausgeber

Abschaffung der Noten in der VS und Einführung der Gesamtschule
Abschaffung der Noten in der VS und Einführung der Gesamtschule

VLI und ÖLI-UG Berufsschule: Petition für mehr Lohngerechtigkeit

Unterstützungserklärung der Petition für mehr Lohngerechtigkeit

Das neue Dienst- und Besoldungsrecht Pädagogischer Dienst (pd) führt für alle Berufsschul-lehrerInnen mit alten und schlecht bezahlten Sonderverträgen zu einer massiven Schlechterstellung in der Entlohnung gegenüber den Kolleginnen und Kollegen im neuen Besoldungsschema.
So wurden gleich bei den ersten Lohnberechnungen der in den Pädagogischen Dienst (pd) aufgenommenen KollegInnen durch die Anerkennung der Vordienstzeiten wesentlich höhere Einstiegsgehälter festgestellt, als bei den LehrerInnen mit Sondervertrag. Durch die zweistündige Erhöhung der Lehrverpflichtung mit nicht unterrichtlicher Tätigkeit im Pädagogischen Dienst (pd) fallen Tätigkeiten, wofür KollegInnen im Sondervertrag noch Zulagen erhielten, an die jüngeren KollegInnen, welche sie nicht mehr extra bezahlt bekommen.
Bei Neueinstellungen führt dieser Umstand sofort zu einem Verlust oder der Verringerung der Zulagen bei den älteren KollegInnen mit Sondervertrag an der Schule. Wie weit und wie schnell man davon betroffen wird, ist schulabhängig vollkommen unterschiedlich und von der Zahl der Neueinstellungen abhängig.
Unsere JunglehrerInnen sind an dieser Situation schuldlos und unser Augenmerk muss sich auf die rasche Korrektur der Vertragsbedingungen konzentrieren.
Um dieses Unrecht zu beenden, fordert die ÖLI-UG die Bundesministerin in einer Petition auf
1. ein Optierungsrecht einzuräumen oder, für den Fall, dass gesetzliche Stichtagsregelungen
kein Optierungsrecht zulassen,
2. eine Anpassung der Gehaltsstufen der Sonderverträge IL in der Art vorzunehmen, dass
die massiven Gehaltsunterschiede minimiert werden.Wir bitten die Kolleg/innen aller Schultypen um Unterstützung unserer Forderungen.

VLI und ÖLI-UG Berufsschule: Petition für mehr Lohngerechtigkeit
VLI und ÖLI-UG Berufsschule: Petition für mehr Lohngerechtigkeit

"Chancenindex" für mehr Chancengleichheit auf die beste Bildung

Als eines der wichtigsten Ziele ihrer Arbeit bezeichnete die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid die Gestaltung eines Bildungssystems, „in dem alle die Chance auf die beste Bildung haben“. Eine immer wiederkehrende Diskussion, die vor einigen Wochen nach bekannt werden der schlechten Deutschkenntnisse der österreichischen Schüler/innen, an Brisanz spürbar zugelegt hat. Seither steht die Förderung von Problemschulen wieder im Mittelpunkt. Aber ein „Patentrezept gibt es bis dato keines“, stellt Romana Beer (orf.at) in ihrem Beitrag: „Index soll für gerechte Verteilung sorgen“, fest.
Sonja Hammerschmid wolle „in einem Land leben, in dem alle Kinder dieselben Chancen haben - unabhängig davon, wo sie wohnen und wer ihre Eltern sind“. Zahlreiche Studien zeigen allerdings, dass der Weg zur Chancengleichheit in der Bildung noch ein langer ist - denn Bildung wird in Österreich nach wie vor vererbt.
Aber auch der Schulstandort ist mitentscheidend, weil die Kinder in sogenannten Brennpunktschulen nachweisbar geringere Chancen auf schulischen Erfolg haben. Die Arbeiterkammer (AK) kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die Finanzierung der Schulen „nach dem Gießkannenprinzip“ erfolgt. Das bestätigt auch Wiens Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky: „Standorte mit großen Herausforderungen bekommen im Wesentlichen die gleichen Mittel zu Verfügung gestellt wie jene mit geringeren.“
Die noch von Heinisch-Hosek angeregte und von ihrer Nachfolgerin Sonja Hammerschmid übernommene Forderung, die Ressourcenzuteilung an einen Sozialindex zu binden, soll diesem Umstand Rechnung tragen. Beer (ORF.at): Sowohl der Stadtschulrat als auch die Wiener AK, die Armutskonferenz und die Initiative Bildung Grenzenlos schlagen eine indexbasierte Verteilung von Ressourcen vor - den „Chancenindex“.
Beer (ORF.at) lässt zum Schluss auch noch Michael Bruneforth zu Wort kommen: Wunder dürfe man sich von einer indexbasierten Finanzierung nicht erwarten. Auf dem Weg zu einem gerechteren Bildungssystem sei die Frage der Finanzierung „nur einer von vielen Pflastersteinen“.
Da hat Bruneforth sicher recht. Nur das vom BIFIE in den letzten Jahren Gebotene, macht uns keine großen Hoffnungen, dass in Bezug auf eine bessere Schule ein substanzieller Beitrag des BIFIE zu erwarten ist. Wenn doch, wäre es wohl ein Wunder.

"Chancenindex" für mehr Chancengleichheit auf die beste Bildung
Czernohorszky: „Standorte mit großen Herausforderungen bekommen im Wesentlichen die gleichen Mittel zu Verfügung gestellt wie jene mit geringeren.“

Bildungsreform: Schulrechtspaket Teil 1 im Unterrichtsausschuss

Der Entwurf zum Schulrechtsänderungsgesetz 2016 ( 1146 d.B.) – das ist das erste Gesetzespaket zur Bildungsreform - ist am 18. Mai 2016 vom Ministerrat einstimmig verabschiedet worden. Mit der neuen Chefin im Bildungsressort, Sonja Hammerschmid, wird der Unterrichtsausschuss des Nationalrats nun darüber beraten, ob das vorgeschlagene Maßnahmenbündel zur Weiterentwicklung von Schulstruktur und -kultur ausreichend beiträgt, wie parlament.gc.at berichtet. 

Die ÖLI-UG hat darüber schon des Öfteren berichtet. Ein wichtiges Themen in der ersten gesetzlichen Umsetzung der Bildungsreform ist die vielkritisierte Neugestaltung der Schuleingangsphase. Für die Ausweitung der Sprachförderung gibt es eine breite Zustimmung. Ob FM Schelling auch die erforderlichen Geldmittel bereitstellt, darf aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit seiner neoliberalen Budgetpolitik, vor allem im Beldungsbereich, eher angezweifelt werden. 
Neu im Entwurf ist, dass jetzt auch die BMHS, nicht nur die BMS und die AHS, autonom die Einführung der Oberstufe NEU auf 2018/19 bzw. 2019/20 verschieben können.
Weitere Punkte in diesem Gesetzespaket sind die Möglichkeit der alternativen Leistungsbeurteilung in der ersten bis zur dritten Klasse der Primarstufe, der vereinfachte (und billige?) Einsatz von Lehrbeauftragten an der BMHS, mehr Berufsbildung in der Sekundarstufe, Ausbau der digitalen Dokumentation an allen Schulen und mehr Wahlfreiheit der Eltern für sprengelfremde Schulen.
Dazu ein Kommentar von Johannes-Maria Lex in seiner FB-Gruppe „‎BILDUNG IST ZUKUNFT - FÜR ALLE MENSCHEN IN ÖSTERREICH“:
Das ist also die "neue Regierungspolitik" des Verständnisses, dass die "Menschen draußen" etwas Anderes wollen als bisher? Trotz Begutachtung und trotz Wechsel des Regierungschefs und der zuständigen Bildungsministerin verabschiedet der gesamte Ministerrat (also einstimmig mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP) die alte Ministeriumsvorlage und legt sie dem Unterrichtsausschuss zur Absendung vor: nein, liebe Mitglieder des Ausschusses, Abgeordnete Harald Walser und Matthias Strolz, das kann so nicht durchgehen! Nein, lieber "Schattenminister" Harald Mahrer: das kann doch nicht der Ernst der VP sein?! Elisabeth Grossmann das kann doch nicht der "Kern der SPÖ-Erneuerung" sein?

Foto: Wiesner Joachim Bildungsreform: Regierungsvorlage zum Schulrechtspaket im Unterrichtsausschuss
Foto: Wiesner Joachim Bildungsreform: Regierungsvorlage zum Schulrechtspaket im Unterrichtsausschuss


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Andreas Riedmann

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